Sauer: Gelebte Demokratie in Evangelischer Kirche

Kärntner Pressekonferenz zu den Gemeindevertretungswahlen

Villach, 28. September 2005 (epd Ö) – „Demokratie ist in der Evangelischen Kirche nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Realität.“ Das erklärte der Kärntner Superintendent, Mag. Manfred Sauer, bei einer Pressekonferenz anlässlich der in den nächsten Tagen beginnenden österreichweiten Gemeindevertretungswahlen am Mittwochvormittag in Villach. Die Evangelische Kirche ist durch das presbyterial-synodale Prinzip „basisdemokratisch aufgebaut“, unterstrich der Superintendent. Von der Gemeindeebene bis zur gesamtkirchlichen synodalen Ebene, „vom einfachen Gemeindemitglied bis zum Bischof“ sind die gewählten Laien zusammen mit den gewählten Geistlichen für den Kurs und alle wichtigen Entscheidungen der Evangelischen Kirche verantwortlich.

Jugendliche ab 14 wahlberechtigt

Zum ersten Mal dürfen konfirmierte Jugendliche mit vollendetem 14. Lebensjahr das aktive Wahlrecht ausüben. Der Wahl zur Gemeindevertretung, die alle sechs Jahre stattfindet, stellen sich in Kärnten etwa 1150 Frauen und Männer. „Mit ihrer Bereitschaft signalisieren sie, dass sie die Entwicklung unserer Kirche aktiv mitgestalten wollen. Sie sind bereit, ihre besonderen Begabungen einzubringen und mit ihren Fähigkeiten mitzuhelfen, das Evangelium zu verkündigen und damit auch unsere Gesellschaft positiv zu verändern“, sagte Sauer und rief alle „evangelischen Mitchristen“ dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Der Superintendent will besonders auch kirchenkritische Menschen ansprechen. Sauer: „Vor allem jetzt ist eine günstige Gelegenheit, Kritik konstruktiv einzubringen und an gewünschten Veränderungen aktiv mitzuwirken.“

ISSN 2222-2464