Riskanter Glaube

Das neue Buch von Ulrich Körtner im Evangelischen Presseverband

Wien (epd Ö) – „Riskanter Glaube. Einübung im Christentum“ ist der Titel des neuen Buches von Ulrich H.J. Körtner, das im Evangelischen Presseverband erschienen ist. Theologie hat mit Einmischung zu tun: kein Rückzug in weltabgewandte Gelehrtenstuben, sondern Intervention in die aktuellen Debatten der Gesellschaft. Der bekannte evangelische Theologe und Bioethiker bietet in seinem neuen Werk eine Kostprobe dieser Tugend und zeigt damit zugleich die Bandbreite seines Denkens. Dabei bekennt der Wissenschaftler des Jahres 2001, dass zu seinem Glauben eine „gesunde Portion Skepsis“ gehört. „Unzeitgemäße Betrachtungen“ nennt Körtner seine Texte, die zu einem Glauben ermutigen wollen, „der sich der Betäubung des Schmerzes um den verborgenen Gott verweigert“. Gedanken zur Ökumene („Warum Roms Verständnis von Ökumene in die Sackgasse führt“) finden sich ebenso darunter wie Positionen zur Evolutionstheorie („Darwin und die Rache Gottes“), Reflexionen über Idole, die Gebrechlichkeit, das Nachdenken über den Tod ebenso wie über „Das Recht auf Faulheit“. Körtner wendet Theologie an und bringt ihre Erkenntnisse und Überzeugungen in die aktuellen Debatten der Gesellschaft ein. In allgemeinverständlicher Sprache setzt sich der Theologe, der zugleich Vorstand des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin an der Universität Wien ist, mit Fragen der Religion und der Ethik auseinander, tritt für ein aufgeklärtes Christentum ein und wendet sich streitbar gegen römisch-katholische Positionen ebenso wie gegen zeitgenössische vulgäratheistische Strömungen.

Ulrich H.J. Körtner, Riskanter Glaube. Einübung im Christentum. 244 Seiten, Hardcover, Verlag Evangelischer Presseverband, ISBN 978-3-85073-312-0, EUR 16,50

ISSN 2222-2464