2013

LehrerInnenfortbildung im Burgenland (November 2013)

evangelische Religionslehrerinnen aus dem Burgenland mit Rev. Adzokatse (links außen), Pfr. Moritz Stroh (3. von rechts) und Resi Schmall (2. von rechts)
evangelische Religionslehrerinnen aus dem Burgenland mit Rev. Adzokatse (links außen), Pfr. Moritz Stroh (3. von rechts) und Resi Schmall (2. von rechts)

Unter dem Titel „That they all may be one…“ fanden im November zwei Seminare im Burgenland für evangelische ReligionslehrerInnen statt. Einmal für den Süden am 07.11. in Grosspetersdorf und am 21.11. für den Norden in Gols. Die inhaltlichen Fäden lagen in den Händen von Dipl. Päd. Resi Schmall und Pfr. Mag. Moritz Stroh. Als ReferentInnen wurden Rev. Seth Adzokatse und seine Frau Matilda Wayo gewonnen. FI Andrea Postmann und den gastgebenden Pfarrgemeinden gilt herzlichster Dank für  Organisation und Bereitstellung von Räumlichkeiten.

Vorgestellt wurden kirchliche Formen der Zusammenarbeit mit der Presbyterian Church of Ghana, die Kirchenreise im Sommer 2012, Einführung in das ghanaische Bildungssystem sowie Erzählungen aus dem Alltag Kultur und Religion.

Ein großer Unterschied besteht zu uns hier: Gottesdienste sind voll, lebendig und voller Musik und Tanz. Im Schulbereich haben die LehrerInnen ganz andere Voraussetzungen als bei uns: Schulklassen umfassen oft mehr als 50 SchülerInnen. Das Thema „Strafe“ hat einen ganz anderen Stellenwert als in Österreich.

Den Abschluss bildete ein afrikanisches Essen: „Fried Yams“, Kochbananen und hervorragender Fisch gaben einen Einblick in ghanaische kulinarische Köstlichkeiten.

Resi Schmall und Moritz Stroh nahmen als EAWM Vorstandsmitglieder den Auftrag mit, weitere Seminare über die KPH anzubieten und weitere Projektideen zu sammeln, zu sichten und für den Unterricht aufbereitet vorzustellen.

M. Stroh

 

Erntedankfest in Dornbirn (Oktober 2013)

Gottesdienst mit Rev. Seth Adzokatse in Dornbirn am 28.9.2013 (Foto: PG Dornbirn)
Gottesdienst mit Rev. Seth Adzokatse in Dornbirn am 28.9.2013 (Foto: PG Dornbirn)

Am Samstag, den 28. September 2013, verließen wir um 11:36 Uhr Wien, um um 18:09 in Dornbirn anzukommen. OKR Michael Meyer, der Matilda und mich in seine reformierte Gemeinde eingeladen hatte, erwartete uns schon am Bahnhof, um uns willkommen zu heißen. Zuhause wurden wir mit einem äthiopischen Abendessen überrascht, die Michael zu kochen gelernt hatte, als er die ersten Jahre seines Lebens in Äthiopien aufwuchs. Wir fühlten uns sofort zu Hause und hatten Zeit lange und ausgiebig zu diskutieren. Anschließend trafen wir noch die letzten Vorbereitungen für das  Programm am den nächsten Tag.

Am Sonntag um 10:00 war es also soweit: Erntedankgottesdienst. Wir wurden der Gemeinde vorgestellt, bevor ich meine Predigt begann. Ich predigte über Nehemiah 8:10 „Geht hin und esst und trinkt und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben.“ Nach der Predigt sangen wir noch das ghanaischen Lied Danase in Twi und auf Deutsch, um dem Herrn für die diesjährige Ernte zu danken. Es war auch eine Trommelgruppe eingeladen, die das Lied und den Tanz begleiteten, wodurch der Gottesdienst noch lebendiger wurde.

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Nach dem Gottesdienst gab es ein Buffet im Gemeindesaal, ein Trommelworkshop wurde angeboten und es gab auch eine Schminkstation für Kinder und Jugendliche.

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Wir hatten die Gelegenheit, einige Mitglieder der Gemeinde sehr persönlich kennenzulernen und viele gaben uns die Rückmeldung, dass sie den Gottesdienst und das gemeinsame Singen sehr genossen haben.

Die Kollekte wurde geteilt, zur Hälfte für die Arbeit in der eigenen Gemeinde, zur Hälfte für die Unterstützung der Jugendgruppe in Manyakpongunor, die dringend neue Trommeln benötigt.

Herzlichen Dank dafür und ich freue mich auf ein Wiedersehen.

Rev. Seth Adzokatse, Matilda Wayo und OKR Michael Meyer (Foto: PG Dornbirn)
Rev. Seth Adzokatse, Matilda Wayo und OKR Michael Meyer (Foto: PG Dornbirn)

Seth Adzokatse
Pfarrer der evang. ghanaischen Gemeinde in Wien

 

Herbstnews (September 2013)

Der ghanaische Pfarrer Seth Adzokatse und seine Frau Matilda Wayo sind seit November 2012 in Österreich. Er ist der dritte Pfarrer auf der Pfarrstelle „kirchliche Partnerschaft“ und bis August 2017 damit beauftragt, den ÖsterreicherInnen in evangelischen Gemeinden und im Religionsunterricht ein Stück Westafrika näher zu bringen. Gleichzeitig ist er auch Pfarrer der ghanaischen Gemeinde in Wien, Simmering. Nachdem er die ersten sechs Monate damit zugebracht hat, Deutsch zu lernen, ist er jetzt bereit, viel zu erzählen. Laden Sie ihn zu sich ein, er freut sich sehr neue Menschen kennenzulernen und ist sehr reisefreudig. Informieren Sie sich auf der Homepage über Neuigkeiten.

Elisabeth Pausz
Referentin für kirchliche Partnerschaft

 

neuer ökumenischer Direktor der PCG (September 2013)

Pfr. Manfred Golda, Voristzender des EAWM, Rev. Samuel Odjelua, Direktor für ökum. und soz. Beziehungen der PCG und Elisabeth Pausz, Referentin für kirchliche Partnerschaft in der evang. Kirche in Ö, bei der General Assembly 2012 der PCG in Abetifi/Ghana (Foto: privat)
Pfr. Manfred Golda, Voristzender des EAWM, Rev. Samuel Odjelua, Direktor für ökum. und soz. Beziehungen der PCG und Elisabeth Pausz, Referentin für kirchliche Partnerschaft in der evang. Kirche in Ö, bei der General Assembly 2012 der PCG in Abetifi/Ghana (Foto: privat)

Seit Anfang September ist der Direktor für ökumenische und soziale Beziehungen, Rev. Solomon Sule-Saa, in seinem Amt abgelöst worden, weil er zum Vorsitzenden des Northern Presbytery (vergleichbar mit Superintendent) gewählt worden ist. Sein Nachfolger wird einigen von uns noch in bester Erinnerung sein, es ist Rev. Samuel Odjelua, der in Österreich als erster Pfarrer auf der Pfarrstelle „kirchliche Partnerschaft“ von 1994 bis 1999 tätig war. Wir freuen uns, dass wir mit ihm einen österreichkundigen Partner in der Presbyterian Church of Ghana gewonnen haben, wünschen ihm alles Gute für seine Amtszeit. Auf gute Zusammenarbeit!

 

Besuch aus Ghana (Juni 2013)

zu Besuch im evangelischen Zentrum (Foto: Privat)
zu Besuch im evangelischen Zentrum (Foto: Privat)

Anfang Juni war Dr. Solomon Sule-Saa, der Direktor für ökumenische und soziale Beziehungen der Presbyterianischen Kirche in Ghana, eine Woche in Wien. Es war sein erster Besuch in Österreich, aber auch ein freudiges Wiedersehen mit jenen, die voriges Jahr in Ghana waren. Das Programm war dicht gedrängt, kulinarisch war einiges zu bewältigen, angefangen von der Melange im Café, dem Wiener Schnitzel und Topfenstrudel, auch McDonalds stand, auf eigenen Wunsch, auf der Tagesordnung. Und neben den wesentlichen touristischen Besuchsstätten wie Stephansdom, Schloss Schönbrunn und Ringpalästen, hat Solomon auch evangelische Einrichtungen besucht, war beeindruckt von der theologischen Fakultät und dem Flüchtlingshaus Rossauerlände. Es blieb zwischendurch genügend Zeit Themen der Partnerschaft der beiden Kirchen zu besprechen.

Der Wunsch nach Gemeindepartnerschaften ist groß, vor allem im Norden Ghanas, wo Christen eine Minderheit darstellen und die spirituelle Verbundenheit mit anderen Christen suchen. Es wurde auch darüber diskutiert, ob und wie es möglich gemacht werden kann, einen Teil der Vikariatszeit in Ghana zu verbringen. Es werden heuer insgesamt neun junge Erwachsene in Ghana sein, Aufenthaltsdauer ist zwischen zwei Wochen und einem Jahr. Sabrina Riegler macht gerade ein Praktikum im Spital von Dormaa-Ahenkro und Olivia Holl verbringt ein Jahr in Cape Coast bei Timothy und Comfort Annoh. Im Sommer besuchen Einige das Adumasa Link Projekt und im Herbst werden Simone Hackl und Hanna Kirchmeir für sechs Monate dort mitarbeiten. Das Volontariatsangebot muss überdacht werden, die Modalitäten überarbeitet.

Es war wichtig und gut, dass wir die Möglichkeit hatten mit Solomon Sule-Saa von Angesicht zu Angesicht zu sprechen, es redet sich so leichter als per Telefon oder E-Mail Verkehr. Bei dieser Gelegenheit wurde auch bekannt, dass Solomon sein Amt als Ökumenedirektor mit September 2013 niederlegen wird, weil er zum Vorsitzenden des Northern Presbytery gewählt worden ist (vergleichbar mit Superintendent). Sein Nachfolger wird Samuel Odjelua werden, der einigen in Österreich bekannt ist. Er war der erste Pfarrer auf der Stelle „kirchliche Partnerschaft“ und lebte mit seiner Familie von 1995 bis 1999 in Österreich. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit ihm.

Elisabeth Pausz
Referentin für kirchliche Partnerschaft

Solomon kommt am Flughafen in Schwechat an und wird, am 1. Juni 2013, mit einer warmen Jacke begrüßt. (Foto: Privat)
Solomon kommt am Flughafen in Schwechat an und wird, am 1. Juni 2013, mit einer warmen Jacke begrüßt. (Foto: Privat)
Am Graben (Foto: Privat)
Am Graben (Foto: Privat)
Besuch in der evangelischen Kirche H.B., Dorotheergasse 16 (Foto: Privat)
Besuch in der evangelischen Kirche H.B., Dorotheergasse 16 (Foto: Privat)
Besuch der evangelischen theologischen Fakultät (Foto: Privat)
Besuch der evangelischen theologischen Fakultät (Foto: Privat)
Besuch beim EAWM (Foto: Privat)
Besuch beim EAWM (Foto: Privat)
in der Wiener U-Bahn (Foto: Privat)
in der Wiener U-Bahn (Foto: Privat)
Treffen mit dem Presbyterium der ghanaischen Gemeinde in Wien (Foto: Privat)
Treffen mit dem Presbyterium der ghanaischen Gemeinde in Wien (Foto: Privat)

 

Empfang bei Integrationsstaatssekretär Kurz (Mai 2013)

Die ghanaische Gemeinde mit links OKR Karl Schiefermair und rechts OKR Johannes Wittich bei Staatssekretär für Integration Sebastian Kurz, Mitte (BMI/A.Tuma)
080520132Die ghanaische Gemeinde mit links OKR Karl Schiefermair und rechts OKR Johannes Wittich bei Staatssekretär für Integration Sebastian Kurz, Mitte (BMI/A.Tuma)

Wien (epdÖ) – „Auch wenn von manchen Religion in der Integrationsfrage als Teil des Problems gesehen wird, bin ich überzeugt, dass sie Teil der Lösung sein kann“, sagte der Staatssekretär für Integration, Sebastian Kurz, am Mittwochabend, 8. Mai 2013, in Wien. Bei dem Empfang, zu dem der Staatssekretär VertreterInnen fremdsprachiger evangelischer Gemeinden in Österreich ins Innenministerium geladen hatte, bekräftigte Kurz sein Verständnis von Integration: „Wir wollen fördern und fordern“. Dabei stehe ein „lösungs- und nicht problemorientierter“ Ansatz im Mittelpunkt, „wir bewegen uns weder auf der Seite der Hetzer noch der Träumer, sondern gehen einen Weg der Mitte.“ Religionsgemeinschaften sieht der Staatssekretär dabei als wertvolle Partner für Dialog und gegenseitigen Respekt. Die Pfarrgemeinden würden so zu „wichtigen Ankerpunkten“ im Integrationsprozess, sagte Kurz.

Die Evangelische Kirche, die aus ihrer eigenen Geschichte über „viel Migrationserfahrung“ verfüge, habe sich zu einer „migrantischen Kirche“ entwickelt, erklärte Oberkirchenrat Karl Schiefermair bei dem Empfang. Von der Gesellschaft wünscht sich der Oberkirchenrat mehr Sensibilität für das Thema Migration, letztlich gehe es um „das gemeinschaftliche Leben; Lernen und Feiern“. Die evangelischen Pfarrgemeinden würden hier einen entscheidenden Beitrag im Integrationsprozess leisten, so der Oberkirchenrat.

Teilgenommen haben an dem Empfang zehn fremdsprachige evangelische Pfarrgemeinden. Gemeinsam mit dem reformierten Oberkirchenrat Johannes Wittich stellte Schiefermair die VertreterInnen vor. Ihre Herkunftsländer sind Dänemark, Finnland, Schweden, Ungarn, Ghana, Südafrika, Korea, Taiwan und Japan. Eine Gemeinde ist eine internationale Gemeinde, deren Gottesdienstsprache Englisch ist.

Empfang der internationalen evangelischen Gemeinden im Innenministerium (Foto: BMI/A.Tuma)
Empfang der internationalen evangelischen Gemeinden im Innenministerium (Foto: BMI/A.Tuma)

 

Ghanaisch-österreichischer Gottesdienst (April 2013)

Pfarrerin Gabriele Lang-Czedik und Pfarrer Seth Adzokatse im Gottesdienst (Foto: Schneeweiß)
Pfarrerin Gabriele Lang-Czedik und Pfarrer Seth Adzokatse im Gottesdienst (Foto: Schneeweiß)

Am 21. April 2013 fand in der evangelischen Pfarrgemeinde Wien, Liesing ein Gemeinschaftsgottesdienst mit der ghanaischen Gemeinde statt. Pfarrer Seth Adzokatse war eingeladen die Predigt zu halten, erstmals auf Deutsch. Bestens vorbereitet trat er ans Rednerpult, las bedächtig seine deutschsprachigen, übersetzten Zeilen und fasste anschließend alles noch einmal auf Englisch zusammen. Dass diese Übersetzung vom Ausmaß der eigentlichen Predigt nahekam, wenn nicht sogar überstieg, mag daran liegen, dass Seth Adzokatse sich für seine Predigt normalerweise nur Stichworte aufschreibt und diese um spontane Einfälle ergänzt. Aufgrund der sprachlichen Eingeschränktheit auf Deutsch, konnte er an jenem Sonntag jedoch nicht seinen sonstigen Gepflogenheiten nachkommen, noch nicht.

Er predigte zum Thema neue Kreatur aus dem 2. Korinther: „Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ 2. Kor 5:17. Seth Adzokatse rief dazu auf sich frei zu machen von den alten, negativen, zerstörerischen Gewohnheiten und sich und den Mitmenschen respekt- und liebevoll zu begegnen. Auch müsse heute ein verstärktes Bewusstsein für die Umwelt geschaffen werden, denn wir brauchen sie zum Überleben.

Nach einer kurzen Einführung von Seth und der Partnerschaft mit Ghana, betonte Pfarrerin Gabriele Lang-Czedik wie wichtig es sei, die unterschiedlichen Traditionen zu verknüpfen und gemeinsam den Glauben zu feiern.

Der Ghana Minstrel Choir gestaltete den Gottesdienst musikalisch und so wurde auch die Kollekte in ghanaischer Tradition eingehoben, als Festakt mitten im Gottesdienst steht der Korb vor dem Altar zu dem die Gaben gebracht werden.

Nach dem Gottesdienst blieb viel Zeit für persönliche Gespräche und Begegnungen zwischen den Mitgliedern der ghanaischen und der liesinger Gemeinde.

Der Ghana Minstrel Choir (Foto: Schneeweiß)
Der Ghana Minstrel Choir (Foto: Schneeweiß)

 

Schulbesuch in der Fichtnergasse (Februar 2013)

Rev. Seth Adzokatse bei seinem Besuch im Gymnasium Fichtnergasse, 1130 Wien (Foto: privat)
Rev. Seth Adzokatse bei seinem Besuch im Gymnasium Fichtnergasse, 1130 Wien (Foto: privat)

Am Dienstag, den 26. Februar 2013, besuchten Pfr. Seth Adzokatse und seine Frau Matilda Wayo auf Einladung von Roland Kadan und seinem Kollege Michael Scherzer, das Gymnasium in der Fichtnergasse, um über das Christentum in Ghana und seine Auswirkungen auf das Land zu berichten.

Die 16 Schülerinnen und Schüler, evangelisch und katholisch, verfolgten den Vortrag, der in zwei große Blöcke geteilt war, nämlich das Christentum in Ghana und dessen Auswirkungen auf die ghanaische Gesellschaft und die Strategie der Missionierung durch Bildung, gespannt. Es ging darum zu untersuchen, wie die europäischen Missionare durch das Studium der lokalen Sprachen und der Übersetzung der Bibel in ebendiese die ghanaische Gesellschaft beeinflussten. Durch die Errichtung von Schulen in jeder Missionsstation wurde der Bildungsstandard der Bevölkerung deutlich gehoben. Im Bereich des Gesundheitswesens sind die katholische Kirche und die Presbyterian Church nach den öffentlichen Einrichtungen, zweit- und drittgrößte Anbieter in Ghana.

Die Schülerinnen und Schüler stellten anschließend Fragen zu verschiedenen Themen wie etwa Lebensstandard, Armut und religiösen Dialog.

Des weiteren wurde die Partnerschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Österreich und der Presbyterian Church of Ghana besprochen, sowie die vom EAWM unterstützten Projekte in Adumasa, Asakraka und Dormaa Ahenkro und die Möglichkeit in einem der Projekte ein paar Monate mitzuarbeiten.

Abschließend präsentierten Seth und Matilda kulturelle Artefakte aus Ghana und erklärten ihre Nutzung und Bedeutung. Beide Dozenten und die StudentInnen waren sehr glücklich über die Präsentationen und hoffentlich wird bald wieder so ein Treffen zustande kommen.

 

Ghana Workshop in der Wenzgasse (Februar 2013)

Susanne Klein, Seth Adzokatse und Matilda Wayo beim Ghana Workshop in der Wenzgasse. (Foto: privat)
Susanne Klein, Seth Adzokatse und Matilda Wayo beim Ghana Workshop in der Wenzgasse. (Foto: privat)

Vergangene Woche fand im Bundesrealgymnasium Wenzgasse, im 13. Wiener Gemeindebezirk ein Workshop zum Thema Partnerschaft mit Ghana statt. Petra Gösele-Gebhartl, evangelische Religionslehrerin, lud Désirée Bauerstatter, Zuständige für Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des EAWM, Seth Adzokatse und seine Frau Matilda ein, über ihre Arbeit zu berichten.

Susanne Klein gesellte sich auch noch zu der Gruppe, sie ist vor wenigen Wochen von ihrem dreimonatigen Aufenthalt im Adumasa-Link Projekt in Ghana zurückgekehrt und hat davon mit einem bilderreichen Vortrag erzählt. Seth brachte den Schülerinnen und Schülern das Leben in Ghana näher und untermalte dies mit zahlreichen Artefakten aus Ghana. Désirée stellte den Anwesenden die Partnerschaft mit ihrer langen Geschichte und die Projekte, die der EAWM in Ghana unterstützt vor. Zudem machte sie auf die Möglichkeit aufmerksam, nach der Matura einige Monate im Adumasa Link Projekt, im Herzen Ghanas nahe Kumasi, mitzuarbeiten (Info-Folder im PDF).

Sehr angetan von dem zweistündigen Erlebnis wird demnächst ein ghanaischer Kochkurs in der Schule stattfinden.

Schülerinnen und Schüler der Wenzgasse (Foto: privat)
Schülerinnen und Schüler der Wenzgasse (Foto: privat)
Ghanaische Artefakte (Foto: privat)
Ghanaische Artefakte (Foto: privat)

 

Amtseinführung Seth Adzokatse (Jänner 2013)

Rev. Seth Adzokatse und seine Frau Matilda Wayo im Vordergrund rechts (Foto: privat)
Rev. Seth Adzokatse und seine Frau Matilda Wayo im Vordergrund rechts (Foto: privat)

Am 6. Jänner 2013 fand um 11h die feierliche Amtseinführung von Seth Adzokatse in der Glaubenskirche, Braunhubergasse 20, 1110 Wien statt. Superintendent Hansjörg Lein führte durch den Gottesdienst, der vom Ghana Minstrel Chor musikalisch gestaltet wurde. Seth Adzokatse gelobte seinen Dienst in der ghanaischen Gemeinde als Diener am Wort Gottes anzutreten und auch die Presbyterinnen und Presbyter versprachen gemeinsam mit dem neuen Pfarrer den Aufbau der Gemeinde zu unterstützen.

Die Kuratorin Agnes Aziahomey verlas den Amtsauftrag, in dem festgehalten ist, dass die Stelle bis 31. August 2017 befristet und die Tätigkeit des Pfarrers in zwei Arbeitsbereiche geteilt ist. Zum einen als Pfarrer der ghanaischen Gemeinde, zum anderen im Rahmen der kirchlichen Partnerschaft, zu Gemeinden und Schulen in Österreich zu reisen.

Seth predigte über Jesaja 60.1 „Arise, shine; for your light has come, and the glory of the Lord has risen upon you.“ („Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!“) Er stellte die Frage, weshalb es gerade für eine kleine Gemeinde, eine kleine Kirche wichtig ist ein starkes Auftreten zu haben und zu glänzen. Und beantwortete diese sogleich selbst: Im Bewusstsein der Menschen verankert zu sein und sie zu führen mit dem Wort Gottes. Um dies zu erreichen müsse man entschlossen sein und in Gott und sich selbst vertrauen.

Im Anschluss an die Predigt wurde Seth zu seinem Amtsantritt beglückwünscht. OKR Schiefermair drückte seine Dankbarkeit und Freude aus, dass es gelungen ist, Seth und Matilda, alle Hürden überwindend nach Wien zu holen und erbat für Elisabeth Pausz, Referentin für kirchliche Partnerschaft, der die Hauptarbeit hierfür zufiel, einen Applaus. Zu danken ist auch den Kolleginnen und Kollegen der Presbyterian Church of Ghana, die in einem aufwendigen Auswahlverfahren einen von elf an der Position in Wien interessierten Pfarrerinnen und Pfarrern auswählten, der ihnen in Abstimmung mit der ghanaischen Gemeinde in Wien und dem evangelischen Oberkirchenrat am besten geeignet schien. Pfr. Adzokatse und seine Frau Matilda arbeiten derzeit intensiv an ihren Deutschkenntnissen und sind sehr interessiert an den gesellschaftlichen und kirchlichen Strukturen Österreichs. Neben den anwesenden geistlichen Amtsträgern und Mitgliedern der evangelischen Kirche, sprachen auch Oberstleutnant Josef Böck, Obmann des Vereins „Fair und Sensibel; Polizei und AfrikanerInnen“ und der Schutzpatron des Ghana Minstrel Chors, stellvertretender Bezirksvorsteher a.D. Eduard Leitenmaier Seth und seiner Frau Matilda ihre Glückwünsche aus.

Nach dem Gottesdienst wurden die Gäste mit ausgewählten ghanaischen Köstlichkeiten beglückt und es gab viel Gelegenheit mit Seth und Matilda persönlich ins Gespräch zu kommen.

Abschließend sei noch den Organisatoren Kojo Taylor, Seth Koranteng und Sepp Lagger gedankt für den schönen Empfang.

Mag. Elisabeth Pausz
Referentin für kirchliche Partnerschaft

 OKR A.B. Karl Schiefermair und OKR H.B. Johannes Wittich (Foto: privat)
OKR A.B. Karl Schiefermair und OKR H.B. Johannes Wittich (Foto: privat)
Ghana Minstrel Chor unter der Leitung von Kojo Taylor (Foto: privat)
Ghana Minstrel Chor unter der Leitung von Kojo Taylor (Foto: privat)
Superintendent Lein und Kuratorin Agnes Aziahomey beim Verlesen des Amtsauftrages (Foto: privat)
Superintendent Lein und Kuratorin Agnes Aziahomey beim Verlesen des Amtsauftrages (Foto: privat)
von links nach rechts: Pfr. Moritz Stroh, Superintendent Hansjörg Lein, Pfr.i.R. Manfred Golda und Rev. Seth Adzokatse bei seiner Segnung (Foto: privat)
von links nach rechts: Pfr. Moritz Stroh, Superintendent Hansjörg Lein, Pfr.i.R. Manfred Golda und Rev. Seth Adzokatse bei seiner Segnung (Foto: privat)
von links nach rechts: Manfred Golda, Hansjörg Lein, Johannes Wittich, Karl Schiefermair, Seth Adzokatse, Matilda Wayo (Foto: privat)
von links nach rechts: Manfred Golda, Hansjörg Lein, Johannes Wittich, Karl Schiefermair, Seth Adzokatse, Matilda Wayo (Foto: privat)