30.03.2023

Münchner Regionalbischof Kopp neuer bayerischer Landesbischof

Entscheidung im zweiten Anlauf

Zuerst noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Christian Kopp und Nina Lubomierski, im zweiten Anlauf wurde dann Kopp zum Nachfolger von Heinrich Bedford-Strohm gewählt. Im Hintergrund Oberkirchenrätin Gerhild Herrgesell von der Evangelischen Kirche in Österreich, die unter den Gästen der Nachbarkirchen an der Wahlsynode in München teilnahm. (Foto: elkb-mck)

Entscheidung im zweiten Anlauf

München (epd/epdÖ). Im Amt des bayerischen Landesbischofs folgt der bisherige Münchner Regionalbischof Christian Kopp auf Heinrich Bedford-Strohm. Der 58-Jährige setzte sich im zweiten Bischofswahl-Anlauf am Donnerstag, 30. März, mit 56 von insgesamt 102 abgegebenen Stimmen durch. Seine verbliebene Mitbewerberin, die Landshuter Dekanin Nina Lubomierski (47) erhielt 43 Stimmen, zudem gab es drei Enthaltungen. Der erste Anlauf zur Bischofswahl am Montag war nach sechs Wahlgängen ergebnislos beendet worden.

Kopp sagte, er nehme die Wahl „mit Freuden“ und „sehr großem Respekt“. Er danke „sehr, sehr herzlich“ für das Vertrauen: „Wir alle haben anstrengende Tage hinter uns, und die hinterlassen Spuren“, sagte Kopp. Er dankte den drei anderen Kandidierenden, neben Lubomierski standen am Montag auch noch die Direktorin von „Mission EineWelt“, Gabriele Hoerschelmann (55), und der Windsbacher Dekan Klaus Schlicker (56) zur Wahl.

„Jetzt müssen wir wieder zusammenfinden“, erklärte Kopp. Er glaube aber, dass die Synode trotz der beiden benötigten Wahl-Anläufe „beieinander ist“. Er sei der festen Überzeugung, dass es „nur gemeinsam“ gehe, die Kirche stehe vor herausfordernden Zeiten. Kirche sollte sich auf das konzentrieren, was sie ausmache. Das sei etwa die Seelsorge, die im Mittelpunkt der kirchlichen Arbeit stehe. Die Wahl nehme er – wie alles in seinem Leben – „aus Gottes Hand“.

Oberkirchenrätin Gerhild Herrgesell, die unter den Gästen aus den Nachbarkirchen an der Synode teilnahm, zeigte sich beeindruckt vom „überaus respektvollen Umgang“ mit allen vier Kandidat*innen, das habe sich auch im Dank an die beiden, die zurückgezogen haben, und im darauf folgenden langen Applaus gezeigt. Dass die einzelnen elektronischen Wahlgänge jeweils von einem Kanon und einer Minute der Besinnung und des Schweigens eingeleitet wurden, habe zusätzlich zu einer „wirklich angenehmen und guten Wahlatmosphäre“ beigetragen.

Die Amtszeit von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm endet nach zwölf Jahren am 31. Oktober. Bedford-Strohms Verabschiedung und Kopps Amtseinführung sollen am 29. Oktober 2023 in der Nürnberger St. Lorenzkirche stattfinden.

ISSN 2222-2464

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Bayern | Wahl

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