Ökumenische Tagung zur Vielfalt von Schule und Religion

Zum Thema "Schule und Religion im Kontext von Pluralität" tagen PädagogInnen, BildungswissenschafterInnen und TheologInnen am 11. und 12. Oktober an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien/Krems. Foto: epd/Uschmann
Zum Thema "Schule und Religion im Kontext von Pluralität" tagen PädagogInnen, BildungswissenschafterInnen und TheologInnen am 11. und 12. Oktober an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien/Krems. Foto: epd/Uschmann

Krobath: „Pluralität ist Normalität an unseren Schulen“

Wien (epdÖ) – Zum Thema „Schule und Religion im Kontext von Pluralität“ tagen PädagogInnen, BildungswissenschafterInnen und TheologInnen am 11. und 12. Oktober an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien/Krems. Die internationale Tagung wird in Kooperation mit der Universität Wien, dem Comenius-Institut und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg veranstaltet.

„Pluralität ist nicht mehr die Ausnahme an unseren Schulen, sondern Normalität“, sagt Thomas Krobath, Vizerektor für Forschung an der KPH. „Vor allem in großen Städten Österreichs ist die kulturelle Pluralität ein Faktum, auf das pädagogisch reagiert wird. Die religiöse Pluralität geht mit der kulturellen Pluralität keineswegs zwangsläufig parallel, ist mit ihr jedoch vielfältig verflochten.“ Gleichwohl werde dieser Zusammenhang im Raum der Schule kaum thematisiert oder gleich an die ReligionslehrerInnen abgeschoben, so Krobath. Daher sei es besonders wichtig, künftige PädagogInnen bereits bei ihrer Ausbildung auf das Spannungsfeld von kultureller und religiöser Vielfalt vorzubereiten und ihnen das Rüstzeug interreligiöser Kompetenz mitzugeben.

Der Mitveranstalter Henning Schluß von der Universität Wien stellt heraus: „Bedeutsam an dieser Tagung ist, dass wir zum Thema religiöse Pluralität nicht übereinander reden wollen, sondern miteinander.“ Die verschiedenen Arbeitsgruppen werden ExpertInnen aus unterschiedlichen Religionen leiten.

„Im Spannungsfeld von Pluralität und Alterität ist es absolut notwendig, eine Schulkultur der Anerkennung zu pflegen“, betont Martin Jäggle, Religionspädagoge an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. In diesem Zusammenhang erscheine auch der Ethikunterricht, wie er an Versuchsschulen schon praktiziert wird, als durchaus sinnvoll, um interreligiöse Kompetenz auch bei Kindern ohne religiöses Bekenntnis zu fördern. Interkultu-relles Lehren sowie die Kooperation der Religionen in der Schule seien eine mittlerweile gut erprobte Möglichkeit, Respekt und Anerkennung für andere Religionen voranzutreiben.

ISSN 2222-2464