NÖ: Superintendent Paul Weiland plötzlich verstorben

Superintendent Paul Weiland ist am 16. August im 66. Lebensjahr verstorben (Bild: epd/Uschmann)
Superintendent Paul Weiland ist am 16. August im 66. Lebensjahr verstorben (Bild: epd/Uschmann)

Bischof Bünker: Großer, schmerzhafter Verlust weit über Kirche hinaus

St. Pölten (epdÖ) – Plötzlich und völlig unerwartet ist am Sonntag, 16. August, der Superintendent der Evangelischen Kirche in Niederösterreich, Paul Weiland, verstorben. Weiland, der im September seinen 66. Geburtstag gefeiert hätte, erlag am späten Nachmittag im Krankenhaus in St. Pölten einem akuten Herzversagen. „Der Tod von Paul Weiland ist ein riesiger Verlust für die Evangelische Kirche in Niederösterreich, für die Gesamtkirche und weit darüber hinaus“, sagt Bischof Michael Bünker in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. Durch seine Stellung in der Ökumene und in der Öffentlichkeit habe Weiland als Vertreter einer Minderheitskirche „beispielhaft die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Evangeliums glaubwürdig vorgelebt“. Das Eintreten für die Schwachen in der Gesellschaft und das diakonische Engagement der Kirche waren ihm, so Bünker, ein besonderes Anliegen, was sich auch in Weilands Stellungnahmen in der Öffentlichkeit widerspiegle. Dass Niederösterreich die evangelische Diözese mit den meisten Kirchenneubauten ist, hänge auch mit Weilands Wirken zusammen. Weilands Tod sei „ein großer, schmerzhafter Verlust. Unsere Anteilnahme gilt allen, die um ihn trauern, insbesondere seiner Frau Marianne“, erklärt der Bischof.

Die Beerdigung findet am Freitag, 21. August 2015, um 11.30 Uhr auf dem Hauptfriedhof St. Pölten (3100 St. Pölten, Goldegger Straße 52) statt, die Einsegnung wird einer der Stellvertreter des Superintendenten, Senior Pfarrer Karl-Jürgen Romanowski, vornehmen. Um 13.30 Uhr beginnt der Trauergottesdienst in der Landhauskapelle (Landhausplatz 1), den Bischof Michael Bünker gestalten wird. Zur Beerdigung und zum Gottesdienst werden zahlreiche Repräsentanten der Kirchen, der Politik und des öffentlichen Lebens erwartet.

Mag. Paul Weiland war seit 1. September 1998 Superintendent der Diözese Niederösterreich. Weiland wurde am 14. September 1949 in Rottenmann in der Steiermark geboren und wuchs im burgenländischen Stadtschlaining auf. Von 1979 bis 1998 wirkte er als Pressepfarrer der Evangelischen Kirche A.u.H.B. in Österreich und als Geschäftsführer des Evangelischen Presseverbandes. Als Chefredakteur verantwortete er in dieser Zeit die Herausgabe der gesamtösterreichischen evangelischen Kirchenzeitung „SAAT“. Als Superintendent gehörte Weiland der Synode A.B. und der Generalsynode der Evangelischen Kirche in Österreich an. Weiland war bis zuletzt Obmann des Evangelischen Presseverbandes und des Evangelischen Bundes in Österreich, Präsident der Österreichischen Bibelgesellschaft, Mitglied in zahlreichen kirchlichen Gremien und Einrichtungen, darunter in der Gemischten Evangelisch/Katholischen Kommission und im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich. Weiland beriet auch den Lutherischen Weltbund in Genf in Kommunikationsfragen.

2012 wurde Superintendent Paul Weiland mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet, 2009 hatte er das Silberne Komturkreuz mit dem Stern für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich erhalten.

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ISSN 2222-2464