Neue Dachgesellschaft „Diakonie Kärnten“

Wirtschaftlich-organisatorischer Zusammenschluss von Diakonie Waiern und Evangelischer Stiftung de La Tour

Waiern/Treffen, 9. Juni 2004 (epd Ö) In einer neuen Dachgesellschaft „Diakonie Kärnten“ bringen sich ab sofort die „Diakonie Waiern“ und die „Evangelische Stiftung de La Tour ein, heißt es in einer Aussendung der Diakonie Kärnten vom vergangenen Montag. Diese neue Dachgesellschaft sei wirtschaftlich-organisatorischer Natur, die rechtliche Eigenständigkeit beider Werke bleibe durch zwei zu gründende Betreibergesellschaften erhalten. Die „einmütige Entscheidung“ für den neuen wirtschaftlich-organisatorischen Weg haben die Kuratorien der beiden Werke am vergangenen Wochenende getroffen. Sie sei das Ergebnis eines gemeinsamen Organisationsentwicklungsprozesses sowie einer „schon immer gegebenen christlichen und auftragsgemäßen Verbundenheit“.

Siegrist: Weichen für eine führende Rolle in der sozialen Versorgung gestellt

„Die Diakonie hat in Kärnten eine große Tradition und konnte vielen Menschen Hilfe bringen“, sagte der Präsident der Diakonie Österreich, Dr. Roland Siegrist, gegenüber epd Ö. „Jetzt haben die Organe der Diakonie Waiern und der Stiftung de La Tour in Treffen die Weichen für die weitere Zukunft gestellt, um auch in den nächsten Jahrzehnten eine führende Rolle in der sozialen Versorgung des Landes Kärntens zu spielen“, so Siegrist.

Die „Diakonie Kärnten“ werde durch diese „moderne Lösung“ zu einem „starken zukunftssicheren Partner für Land und Bevölkerung“, heißt es in der Aussendung weiter. Es gehe dabei auch um einen gemeinsamen Auftritt nach außen, um eine Stärkung der Marke Diakonie.

Die „Diakonie Waiern“ und die „Evangelische Stiftung de La Tour“ betreiben in Kärnten zwei Krankenhäuser sowie mehrere Senioren- und Pflegeheime, Einrichtungen zur Betreuung von Jugendlichen wie Kindergärten, Horte und Schulen. Beide Werke werden durch die Kooperation 630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Bis Jahresende sollen zusätzliche 30 Arbeitsplätze und neue Angebote geschaffen werden. Die gemeinsame Diakonie wird dann rund 1.100 Menschen betreuen. Das jährliche Umsatzvolumen wird rund 22 Millionen Euro betragen.

ISSN 2222-2464