Lutheraner und Orthodoxe gegen „Dracula-Park“

In Siebenbürgen protestieren Kirchenverantwortliche gegen den geplanten Vergnügungspark

Bukarest, 9. Jänner 2002 (epd Ö) Evangelisch-lutherische und orthodoxe Kirchenverantwortliche haben in Rumänien gegen den geplanten und vom Senat des Landes im vergangenen November gebilligten „Dracula-Park“ protestiert. Der vom Ministerium für Tourismus geplante 120 Hektar umfassende Vergnügungspark soll in Siebenbürgen gebaut werden. Wie die ökumenische Nachrichtenagentur ENI berichtet, betrachten die Vertreter der Kirchen diese Initiative mit Skepsis. In einer offiziellen Erklärung betonten sie, dass das Projekt den christlichen Werten schade, da es auf Grausamkeit, Schrecken und Okkultismus ausgerichtet sei. Der walachische Fürst Vlad Tepes, genannt „Der Pfähler“, war für seine Grausamkeit bekannt und gilt als Modell für die literarische Gestalt „Graf Dracula“.

ISSN 2222-2464