Lein: Medien in säkularer Großstadt ernst nehmen

Wiener Superintendentialversammlung stellt sich demographischer Herausforderung

Wien, 21. April 2004 (epd Ö) „In meiner erst kurzen Amtszeit hatte ich bereits Gelegenheit, die Erwartungen an einen Superintendenten hautnah zu spüren“, begann Superintendent Hansjörg Lein seinen Bericht vor der Wiener Superintendentialversammlung am vergangenen Samstag im Albert-Schweitzer-Haus in Wien. Beeindruckt zeigte sich Lein von der großen Wirkung der Medien im Zusammenhang mit seiner Amtseinführung. Gerade für Christinnen und Christen in einer „größtenteils säkularen“ Großstadt seien die modernen Medien daher wichtig und ernst zu nehmen. „Unsere Gemeinden sind sehr unterschiedlich. Das zeigt die große Bandbreite ihrer Berichte“, betonte Lein. So reichten die Ziele für das Jahr 2004 von der Klärung der Frage „Wer sind wir und was wollen wir als evangelische Gemeinde in der Großstadt“ bis zu der Weiterentwicklung eines diakonischen Konzepts oder dem Ausbau der hervorragenden ökumenischen Kontakte.

Kauer: Demographische Entwicklung größte Herausforderung

„Im Jahr 2034 wird unsere Kirche, wenn die demographische Entwicklung in Europa so weitergeht, nur noch halb so groß sein wie heute“ sagte der juristische Oberkirchenrat Robert Kauer in seinem Grußwort der Kirchenleitung. Diese „dramatischen Veränderungen“ führten „zu einem Neuansatz für die Arbeit der Kirche“. Das sei „schwierig, mühselig und manchmal auch schmerzvoll und die wahrscheinlich größte Herausforderung an unsere Kirche in Wien und an unsere Gemeinden in der Stadt“, so Kauer. Andere Organisationen gingen an solche Fragen mit einer „Task Force“ heran, die alternative Lösungsvorschläge erarbeitet und den Entscheidungsträgern vorlegt. Grundlagen dazu seien durch die Projektgruppe Offen Evangelisch erarbeitet: „Darauf kann aufgebaut werden“, sagte der Oberkirchenrat und unterstrich die Bereitschaft der Kirchenleitung, den „Aufbruch ins Neue“ zu begleiten und zu fördern.

Offen Evangelisch: Ergebnis zum Competence Center Anfang Juni

Am 2. Juni werde wie geplant das Ergebnis des Projektes „Competence Center“ vorliegen, kündigte dessen Projektleiterin Lydia Burchhardt an. Bei einer eigenen Superintendentialversammlung am 6. November soll dann ausführlich über dieses Projekt Competence Center diskutiert werden, so die Pfarrerin.

ISSN 2222-2464