Kirchen verurteilen jede Form von Fremdenfeindlichkeit

Erklärung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich

Wien (epd Ö) – Die Kirchen in Österreich haben jede Art von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus scharf verurteilt. Wie es in einer Erklärung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) heißt, dürfe es in diesen Fragen „keine Toleranz“ geben. Wörtlich heißt es in der Erklärung des ÖRKÖ, die auf der Frühlings-Vollversammlung am Donnerstag in Wien verabschiedet wurde: „Wo etwa Schwache an den Rand gedrängt werden, über sie abschätzig geredet und damit der Gewalt Vorschub geleistet wird, müssen die christlichen Kirchen wie auch die einzelnen energisch widerstehen.“

Die Kirchen seien vom Evangelium dazu verpflichtet, kritische Anfragen an Politik und Gesellschaft zu richten, halten die Kirchen fest. Dazu gehöre etwa die Frage, ob Asylwerber menschenwürdig leben könnten und Zugang zu fairen und menschenwürdigen Asylverfahren hätten. Die Politik müsse zudem auch an ihren Vorschlägen für Integrationsmaßnahmen sowie an deren Umsetzung gemessen werden.

Die Vollversammlung des ÖRKÖ, dem 14 christliche Kirchen in Österreich angehören, tagte erstmals unter dem neuen Vorsitzenden, dem rumänisch-orthodoxen Bischofsvikar Nicolae Dura. Im Rahmen der Tagung wurde auch eine ökumenische Arbeitsgruppe eingesetzt, die Richtlinien für interreligiöse Feiern erarbeiten soll.

ISSN 2222-2464