Kirchen und Staat: Kooperation bei klarer Trennung

Das klare Ergebnis des Volksbegehrens bestätige den österreichischen Weg nach dem Motto "Freie Kirche im freien Staat", meint der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker. (Foto: R.Sturm/pixelio.de)
Das klare Ergebnis des Volksbegehrens bestätige den österreichischen Weg nach dem Motto "Freie Kirche im freien Staat", meint der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker. (Foto: R.Sturm/pixelio.de)

Bischof Michael Bünker zum Ausgang des Volksbegehrens

Wien (epdÖ) – Das Ergebnis des „Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien“ – mit 56.660 Unterschriften ist das Volksbegehren deutlich an der Hürde von 100.000 Unterstützern für die Behandlung im Nationalrat gescheitert – ist für den evangelisch-lutherischen Bischof Michael Bünker „keine Überraschung“. Die Österreicherinnen und Österreicher, so Bünker gegenüber dem Evangelischen Pressedienst, „begrüßen offenkundig den Beitrag, den Kirchen und Religionsgesellschaften und speziell auch die Evangelischen Kirchen für die Gesellschaft insgesamt leisten“. Die Absicht, die gesetzlichen Regelungen, die dies ermöglichen, zu ändern, finde nur wenig Zustimmung.

Das klare Ergebnis des Volksbegehrens bestätige den österreichischen Weg nach dem Motto „Freie Kirche im freien Staat“, „also Kooperation bei klarer institutioneller Trennung“, betont Bünker. Dass es zu einer sachlichen Diskussion und öffentlichen Auseinandersetzung über die Stellung von Religion in der Gesellschaft und über die staatlichen Vorgaben für das Wirken der Kirchen und Religionsgesellschaften gekommen ist, sieht der Bischof positiv.

ISSN 2222-2464