Jugendverbände: Ethik als alternativer Pflichtgegenstand

Vertreter religiöser Jugendverbände fordern Ethik als alternativen Pflichtgegenstand. Foto: Sirwan Aminy
Vertreter religiöser Jugendverbände fordern Ethik als alternativen Pflichtgegenstand. Foto: Sirwan Aminy

Mehr Ethikunterricht und interreligiöse Angebote für Wien gefordert

Wien (epdÖ) – Verpflichtenden Ethikunterricht als Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht fordern die Evangelische Jugend Wien, die Wiener Schülerunion, die Muslimische Jugend Österreich sowie die Katholische Jugend der Erzdiözese Wien. „Ethikunterricht soll als alternativer Pflichtgegenstand an allen Wiener Schulen eingeführt werden. Er soll verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler sein, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen“, heißt es in der Forderung. Des Weiteren wird dafür appelliert, dass zusätzlich der Ethikunterricht und der Religionsunterricht als Freifach angeboten werden, um den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, beide Fächer zu besuchen. Neben der grundsätzlichen Einführung des Faches Ethik und der finanziellen Abdeckung sollen auch die Ausbildung und Qualitätssicherung in der Ausbildung der EthiklehrerInnen sowie das interkonfessionelle beziehungsweise interreligiöse Angebot an Wiens Schulen verbessert werden.

Nach wie vor hat sich der Ethikunterricht als Unterrichtsfach an heimischen Schulen noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Seit vielen Jahren handelt es sich um einen Schulversuch. Schulen, die sich bereiterklären, an diesem „Pilotprojekt“ teilzunehmen, müssen die Kosten des Faches selber tragen, die Mitglieder des Schulgemeinschaftsausschusses (SGA) müssen dieses Fach jährlich neu beantragen.

ISSN 2222-2464