Jugendband, Bibelmobil und Themenwege

Bunte Programme für alle Altersstufen bieten die Gustav-Adolf-Feste der evangelischen Diözesen in Österreich.
Bunte Programme für alle Altersstufen bieten die Gustav-Adolf-Feste der evangelischen Diözesen in Österreich.

Die Gustav-Adolf-Feste in Österreich haben verschiedene Schwerpunkte

Timelkam/Deutsch-Kaltenbrunn/Feffernitz/Traisen/Wien/Landeck/Feldkirch (epdÖ) – Bunte Programme für alle Altersstufen von Kindern bis Senioren kennzeichnen die Gustav-Adolf-Feste der evangelischen Diözesen in Österreich. Die Feste, die traditionell am 23. Juni stattfinden, haben jedoch verschiedene Schwerpunkte.

„Energie tanken“ ist das Motto des oberösterreichischen Gustav-Adolf-Festes in Timelkam. Auf dem Programm des „oberösterreichischen Kirchentags“ stehen nicht allein ein Festgottesdienst mit Bischof Michael Bünker, ein Familiengottesdienst mit Superintendent Gerold Lehner, eine „Einführung und Einübung ins liturgische Gebet unserer Kirche aus dem Gesangbuch“ durch Pfarrer Hans Hubmer, sondern auch Führungen im Kraftwerk der Energie AG in Timelkam und Wanderungen ins nahe Vöcklatal mit Erklärungen durch Bernd Ruttner.

Die Jugend spielt eine besondere Rolle im Ablauf des burgenländisch-steirischen Gustav-Adolf-Festes in Deutsch-Kaltenbrunn. Bereits im Festgottesdienst am Festgelände mit Pfarrerin Evelyn Bürbaumer, bei dem die Superintendentin von Salzburg-Tirol Luise Müller die Predigt hält, ist ein Evangelischer Jugendchor zu hören, und am Jugendtreffpunkt an der evangelischen Kirche beginnt anschließend ein umfangreiches Jugendprogramm mit einem „Bibelmobil“. Höhepunkt ist ein Jugendkonzert mit der Band „Fragments & Fiction“. Das Fest, das von den Pfarrgemeinden Deutsch-Kaltenbrunn und Fürstenfeld gestaltet wird, endet mit einer gemeinsamen Schlussandacht mit den Superintendenten Manfred Koch und Hermann Miklas mit Riesen-Seifenblasen.

Das biblische Wort „Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren“ ist das Motto des Kärntner Festes, das in der evangelischen und römisch-katholischen Kirche sowie im Freizeitzentrum Feffernitz stattfindet. Hier spricht im Festgottesdienst auf Kärntnerisch als Gastprediger der aus Kärnten stammende Wiener Pfarrer Sepp Lagger. Im Kinderprogramm gibt es u.a. einen Streichelzoo und eine Hüpfburg. Gezeigt wird auch die Ausstellung „Female in Progress – von den 1970-er Jahren bis heute“, und gelesen wird „Das Markusevangelium auf Kärntnerisch“. Zu hören sind auf dem Kärntner Gustav-Adolf-Fest das Musical „Der verlorene Sohn“ und zum Abschluss in der Landesausstellung in Fresach ein Musiktheaterstück zum Thema „Glaubwürdig bleiben“.

Historisches und eine Vernissage

In Traisen feiert die Superintendenz Niederösterreich ihr Gustav-Adolf-Fest. Im Mittelpunkt des reichhaltigen Programms stehen fünf Themenwege: je ein Weg der Kirche, des Spiels, des Buches, der Musik und der Arbeit. Geboten werden u.a. historische Vorträge von Karl Schwarz und Walter Pusch, ein Offenes Singen, eine Vernissage und eine Orgelmeditation in der Auferstehungskirche. Motto des Festes ist „Befiehl dem Herrn deine Wege“. Die Evangelische Frauenarbeit gestaltet die Schlussandacht.

Das Wiener Gustav-Adolf-Fest wird in der Pfarrgemeinde Gumpendorf gefeiert. Die Festpredigt in der Gustav-Adolf-Kirche hält der ehemalige Wiener Superintendent Werner Horn, eingeladen wird auch zu einem Kindergottesdienst im „Häferl“, einer Einrichtung der Wiener Stadtdiakonie unterhalb der Kirche. Die Johann Sebastian Bach Musikschule und das Ensemble der Familie Tsandev sorgen für gute Musik, die Evangelische Schule Gumpendorf stellt die Gustav-Adolf-Arbeit gestern und heute dar, und bei einem Spaziergang kann man sich auf „Spurensuche in Gumpendorf“ begeben.

In Tirol und Vorarlberg wurde bereits gefeiert

Bereits stattgefunden hat das Gustav-Adolf-Fest von Salzburg-Tirol. In Landeck/Pfarrgemeinde Oberinntal hörte man am 22. Mai unter dem Motto „Evangelisch anekdotisch“ unterhaltsame Geschichten über 150 Jahre evangelisches Leben in Landeck und Umgebung. Angeboten wurde auch ein Spaziergang zum Schloss Landeck mit Führung im Schloss sowie in der Kirche in Landeck eine Präsentation „Der Lichtweg“.

Das Jahresfest des Gustav-Adolf-Zweigvereins Vorarlberg wurde am 29. Mai in der Pauluskirche in Feldkirch gefeiert, zusammen mit dem Sommerfest der Pfarrgemeinde Feldkirch. Im Gottesdienst zum 150-Jahr-Jubiläum des Gustav-Adolf-Vereins hielt die stellvertretende Obfrau des Zweigvereins, Pfarrerin Eva-Maria Franke, die Festpredigt.

ISSN 2222-2464