Islam: Hennefeld für „Dialog ohne Vorbehalt“

Statt Ängste zu schüren, sollte der andere in seiner Eigenart wahrgenommen werden, schreibt der reformierte Landessuperintendent in der „Furche“

Wien (epd Ö) – „Die islamfeindlichen Rülpser einer steirischen Provinzpolitikerin waren leider alles andere als ein einmaliger Ausrutscher, sondern ein Ausspruch in einer Tragödie, die in ganz Europa aufgeführt wird.“ Das erklärt der reformierte Landessuperintendent Mag. Thomas Hennefeld in einem Gastbeitrag für die aktuelle Ausgabe der Wochenzeitung „Die Furche“. Statt Ängste, Feindseligkeit und Gewaltbereitschaft zu schüren, gelte es, den anderen in seiner Eigenart wahrzunehmen. Notwendig sei eine „wahrhaftige Begegnung, in der auch ein Austausch, ein Kennenlernen, Respekt für die Kultur und die Werte des anderen möglich wird.“ Der Dialog der Glaubensgemeinschaften in Österreich und das gemeinsame Auftreten in wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen sei vorbildhaft und einzigartig in Europa. „Die Begegnung mit dem anderen in Gestalt des gläubigen Muslim kann neue Wege eröffnen, wie wir auf Zukunft orientiert verantwortungsvoll mit dieser Welt umgehen und miteinander in Frieden und Gerechtigkeit leben“, so der Landessuperintendent.

ISSN 2222-2464