Ecuador: Erdbeben-Soforthilfe läuft an

Das Erdbeben in Ecuador richtete großen Schaden an vielen Gebäuden an, darunter auch Wohnhäuser in der Stadt Guayaquil. (Foto: Wikipedia/LocoWiki)
Das Erdbeben in Ecuador richtete großen Schaden an vielen Gebäuden an, darunter auch Wohnhäuser in der Stadt Guayaquil. (Foto: Wikipedia/LocoWiki)

Zahlreiche Gebäude zerstört, Opferzahlen könnten weiter ansteigen

Wien (epdÖ) – Ein schweres Erdbeben erschütterte Ecuador am 16. April. Das Beben der Stärke 7,8 erschütterte weite Teile des Andenstaates und richtete große Zerstörungen an. Zahlreiche Gebäude, darunter Hotels, stürzten ein und begruben unzählige Menschen unter den Trümmern. Die Behörden des südamerikanischen Landes befürchten, dass die Opferzahlen noch weiter ansteigen könnten. Mittlerweile sind die Hilfsmaßnahmen angelaufen.

Die Kindernothilfe stellt 50.000 Euro an Soforthilfe für die Opfer des Erdbebens in Ecuador zur Verfügung, heißt es in einer Presseaussendung. „Gerade für die Kinder ist die chaotische Situation nach einem derart heftigen Erdbeben sehr belastend und gefährlich. Einige sind verletzt, andere haben Vater oder Mutter verloren“, sagt Kindernothilfe-Landeskoordinator Mauricio Bonifaz, der das Beben selbst miterlebt hat. „Die Menschen hier stehen unter Schock. Nach wie vor kommt es zu Nachbeben. Noch immer werden viele Personen vermisst, die unter den Trümmern der eingestürzten Häuser vermutet werden.“ Ein Problem seien etwa die vielen Stromleitungen, die zu Boden hängen, sowie die durch Brückeneinstürze unterbrochenen Straßenverbindungen, berichtet Bonifaz aus dem Katastrophengebiet.

Die Kindernothilfe ist seit 1979 in Ecuador tätig und unterstützt dort gegenwärtig mehr als 4500 Kinder und Jugendliche. Schwerpunkte der Projektarbeit liegen in der Bildungsarbeit, Gewaltprävention und der psychosozialen Rehabilitierung. Mit den 50.000 Euro soll nun vor allem in den Armenvierteln „Cristo del Consuelo“ und „Nigeria“ an der Peripherie der vom Erdbeben schwer getroffenen Stadt Guayaquil geholfen werden. Das Geld wird für lebensnotwendige Maßnahmen, etwa die Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln, eingesetzt. Außerdem sollen Notunterkünfte für Familien errichtet werden.

Hilfe leisten auch die lokalen Partner der Diakonie Katastrophenhilfe. Während Bergungsmannschaften weiter nach Überlebenden suchen und Tote bergen, geht es bei den Partnern der Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort um die geplante Verteilung von Hilfsgütern. Über das Hilfsnetzwerk werden die Erdbebenopfer zurzeit mit sauberem Trinkwasser und Hygiene-Sets versorgt. Weitere Maßnahmen werden geprüft.

Spendenkonten:
Kindernothilfe: IBAN AT142011131002803031, BIC GIBAATWW
Diakonie Katastrophenhilfe: Kennwort „Erdbeben Ecuador“, IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333, BIC: GIBAATWWXXX

ISSN 2222-2464