Heuschreckenplage in Sahelzone verschärft Hungerkrise

Wüstenheuschrecken aus den Grenzregionen Algeriens und Libyens wandern derzeit in riesigen Schwärmen nach Süden. Foto: Ulla Ebner
Wüstenheuschrecken aus den Grenzregionen Algeriens und Libyens wandern derzeit in riesigen Schwärmen nach Süden. Foto: Ulla Ebner

Bevölkerung leidet unter Nahrungsmittelunsicherheit

Wien, (epdÖ) – Die Diakonie ruft zu Spenden für die Bewohnerinnen und Bewohner der Sahelzone auf. Wüstenheuschrecken aus den Grenzregionen Algeriens und Libyens wandern derzeit in riesigen Schwärmen nach Süden. Laut der Welternährungsorganisation FAO ist zu erwarten, dass die frisch gekeimte Saat in der Sahelzone den hungrigen Insekten zum Opfer fallen wird.

Lokale Projektpartner der Diakonie Katastrophenhilfe beobachten bereits erste Schäden an Gemüsefeldern. Simon Herten, Leiter des Diakonie Katastrophenhilfe-Büros im Tschad berichtet von seiner jüngsten Rundreise: „Auf der Rückfahrt sind wir durch einen regelrechten Heuschrecken-Sturm gefahren, sie springen, fliegen bis zu 3 Meter über dem Boden und kommen in unglaublichen Massen.“

Die plötzliche Vermehrung der Heuschrecken in Algerien und Libyen ist auch eine Folge der dort stattfindenden politischen Unruhen, wodurch landwirtschaftliche Maßnahmen gegen unkontrollierte Heuschrecken-Vermehrung ausblieben.

Für die Menschen in der westlichen Sahelregion verschärft sich durch die Heuschrecken die ohnehin akute Nahrungsmittelunsicherheit. Anhaltende Dürre in den letzten Monaten führte zu schlechten Ernten und die Menschen in vielen Dörfern in Burkina Faso, in Niger und im Tschad aktivieren schon ihre Not-Strategien gegen den Hunger.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden, um besonders Kleinkinder rechtzeitig mit Lebensmitteln versorgen zu können. Spendenkonto: PSK 23.13.300, BLZ 60.000, Spendenzweck „Sahel“

ISSN 2222-2464