Hennefeld: Menschen wollen bleiben und in Koexistenz miteinander leben

Studienreise durch Israel und Palästina

Wien/Bethlehem (epd Ö) – „Wir haben die Situation als ziemlich dramatisch erlebt angesichts der Einmauerung der Stadt Bethlehem, die nicht wachsen kann. Auf der anderen Seite werden die jüdischen Siedlungen sukzessive ausgeweitet, und es ist einfach die Sorge da, dass die Menschen hier keine Zukunft haben“, sagte der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld in einem ORF-Interview am Mittwochabend, 11. Februar. Hennefeld ist einer von 19 TeilnehmerInnen einer Studienreise durch Israel und Palästina. Der Landessuperintendent ist „überrascht, zu sehen, dass trotz all dieser Niedergeschlagenheit gerade in den Einrichtungen, die wir besucht haben, nicht wirklich Hass da ist bei den Menschen, sondern eher ein Gefühl, dass sie sich nicht unterkriegen lassen wollen, sondern dableiben wollen um in Koexistenz mit den anderen zu leben“.

Zu den Begegnungen mit israelisch-palästinensischen Friedensinitiativen sagte Hennefeld in der Radio-Sendung „Religion aktuell“, man könnte sagen, dass dies ein „Tropfen auf dem heißen Stein“ sei. Trotzdem seien Organisationen wie der „Parents Circle“, wo Juden und Palästinenser gemeinsam „etwas tun und versuchen, Brücken zu bauen“, wichtige „Hoffnungsträger“.

Die Organisation „Parents Circle“ steht auch im Mittelpunkt der Ö1-Sendung „Evangelisches Wort“ am Sonntag, 15. Februar. Zu hören ist im „Evangelischen Wort“ Pfarrer Roland Werneck von der Evangelischen Akademie Wien. Über die Studien- und Begegnungsreise berichtet Landessuperintendent Thomas Hennefeld in der darauf folgenden Sendung „Erfüllte Zeit“ („Evangelisches Wort“: Ö1, 6.55 Uhr; „Erfüllte Zeit“: Ö1, 7.05 Uhr).

An der Reise, die vom 7. bis 15. Februar dauert, nehmen neben anderen der lutherische Bischof Michael Bünker und die Stellvertretende Landeskuratorin Gerhild Herrgesell teil.

Ihr „Tagebuch Nahost“ ist unter www.evang.at/tagebuch-nahost.html12 zu finden.

ISSN 2222-2464