22.07.2020

FAQ – Corona und Kirche

Fragen und Antworten zu Gottesdiensten, Chorproben, Internetübertragungen, Gemeindeleben und mehr

Muss ich einen Mund- und Nasenschutz tragen? Wie groß ist der Mindestabstand? Was macht der Begrüßungsdienst? Antworten auf die wichtigsten Fragen liefert diese Übersicht. Grafik: epdÖ

Fragen und Antworten zu Gottesdiensten, Chorproben, Internetübertragungen, Gemeindeleben und mehr


Seit dem 15. Mai sind öffentliche Gottesdienste unter bestimmten Bedingungen wieder möglich. Hier finden Sie Antworten zu häufigen Fragen, die das Kirchenamt dazu erreicht haben. Ausführliche Informationen dazu enthalten auch die „ Empfehlungen für Gottesdienste ab dem 15. Mai 2020 der Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik“, die am 30. April allen Pfarrgemeinden übermittelt wurden. Darüber hinaus finden Sie im Folgenden auch Informationen etwa zur Abhaltung von Sitzungen, Kreisen, Konfirmandenunterricht und Veranstaltungen, sowie zu urheberrechtlichen Fragen beim Streamen von Gottesdiensten via Internet und zur Gestaltung des Bürobetriebes.

„COVID-19: So schützen wir uns“Plakat zum Download

Alle aufklappen

Welche Voraussetzungen gelten für Gottesdienste in geschlossenen Räumen?
  • Ein Mindestabstand von 1m zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben ist einzuhalten.
  • In Oberösterreich besteht eine eingeschränkte Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (Details siehe Frage weiter unten). Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist ansonsten nicht mehr staatlich verordnet, ebenso wenig, dass pro Person 10m² zur Verfügung stehen müssen.

Die Bundesregierung und die Kirchenleitung empfehlen jedoch über diese rechtliche Verpflichtung hinaus unter Beachtung der regionalen Situation folgende Maßnahmen:

  • In besonders betroffen Regionen mit Corona-Erkrankungsfällen das Tragen eines Mund-Nasenschutzes.
  • Die geltenden Sicherheitsabstände und Vorsichtsmaßnahmen konsequent einzuhalten.
  • Wenn es im Umfeld zu Coronafällen gekommen ist, in Absprache mit den lokalen Gesundheitsbehörden zur Minimierung der Krankheitsausbreitung weitere Schritte vorzunehmen. Das vorrübergehende Aussetzen von öffentlichen Gottesdiensten könnte im Bedarfsfall eine solche Maßnahme sein.

Die Presbyterien werden ersucht diese und andere Maßnahmen zu prüfen. Vom Singen, insbesondere ohne Mund-Nasen-Schutz, wird weiterhin abgeraten und ein Begrüßungsdienst empfohlen, um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen.

Welche Voraussetzungen gelten für Gottesdienste im Freien?
  • Ein Mindestabstand von 1m zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben.
  • Die Gemeinden haben durch geeignete Schutzmaßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass das Infektionsrisiko minimiert wird.
  • Ein „Ordnerdienst“ ist zwar nicht ausdrücklich vorgeschrieben, die Gemeinden sind aber verpflichtet durch „geeignete Maßnahmen“ die Einhaltung der obigen Vorgaben sicherzustellen. Ein den örtlichen Gegebenheiten angepasster Begrüßungsdienst wird daher seitens der Kirchenleitung empfohlen.

Darüber hinaus wird empfohlen:

  • Der Gottesdienst ist in Art und Umfang gemeindeüblich (begrenzte Teilnehmerzahl, keine besonderen Festgottesdienste)
  • Desinfektionsmittel wird zur Verfügung gestellt
  • Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, insbesondere am Weg zum Sitzplatz, beim Verlassen des Gottesdienstortes oder beim sonstigen Bewegen während des Gottesdienstes, z.B. im Zuge des Abendmahls.
Was sind „geeignete Schutzmaßnahmen“ die von den Gemeinden zu treffen sind?
Die konkreten Maßnahmen hängen von den örtlichen Gegebenheiten ab. Hinweisschilder, Markierungen, größere Abstände, feiern in mehreren kleineren Gruppen, Plexiglasscheiben, Möglichkeiten zum Händewasche usw. können derartige Maßnahmen sein. Die in der letzten Antwort genannten, von der Regierung empfohlenen Maßnahmen die über den verordneten, rechtlichen Mindeststandard hinausgehen, stellen ebenfalls solche Schutzmaßnahmen dar.
Wie sollen wir den Mindestabstand von 1 Meter einhalten?
Zunächst gilt: Vermeiden Sie Warteschlangen. Die Wahrung des Abstands beim Betreten, bei Stiegen, Emporenaufgängen und beim Verlassen der Kirche sowie beim Aufsuchen der Plätze muss sichergestellt werden.

Es gilt, einen Mindestabstand von 1 Metern zwischen den Personen einzuhalten. Dies gilt auch, wenn kein Gottesdienst gefeiert wird, der Kirchenraum aber für Besuch offensteht.

Sie können Kirchenbänke entsprechend markieren oder die Bestuhlung auseinanderschieben. Wenn die Feiernden ideal verteilt versetzt sitzen (Markierungen) kann man eventuell weniger Reihen auslassen.

Benötigt man einen Mund- und Nasenschutz?
Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist für den Besuch von Gottesdiensten seit 15.6.2020 nicht mehr bundesweit vorgeschrieben. Es ist aber möglich, dass aufgrund aktueller Entwicklungen regional oder lokal eine Verpflichtung zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes wieder eingeführt wird. In Oberösterreich besteht z.B. derzeit eine eingeschränkte Verpflichtung zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes.

Das örtliche Presbyterium kann ebenso zum Schutz besonders gefährdeter Gruppen weiterhin das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes vorsehen oder Gottesdienstbesucher darum ersuchen.

Für Besuche in Pflegeheimen und Krankenanstalten ist zudem ein Mund- und Nasenschutz vorgeschrieben.

Wofür benötigt man einen Begrüßungsdienst?
Ein „Ordnungsdienst“ ist zwar rechtlich nicht ausdrücklich vorgeschrieben, die Gemeinden sind aber verpflichtet durch „geeignete Maßnahmen“ die Einhaltung der Hygienebestimmungen sicherzustellen. Dafür empfiehlt die Kirchenleitung, einen den örtlichen Gegebenheiten angepassten Begrüßungsdienst zu organisieren. Dieser Dienst sollte nicht von Personen, die einer Risikogruppe angehören, ausgeübt werden!

Der Begrüßungsdienst heißt die Besucher willkommen und kontrolliert die Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Gegebenenfalls werden den Besuchern und Besucherinnen auch die Maßnahmen erklärt. Sollte sich jemand nicht an die Regeln halten, sollte der Begrüßungsdienst diese Personen darauf hinweisen. Bei weiterem Zuwiderhandeln müsste die Person der Kirche verwiesen werden.

Welche weiteren Hygienemaßnahmen empfiehlt die Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik?
  • Im Eingangsbereich der Kirche werden Desinfektionsmittel bereitgestellt; Waschbecken – wo möglich – zugänglich machen; Türgriffe/Handläufe sind vor dem Gottesdienst zu desinfizieren.
  • Ein- und Ausgangstüren werden vor und nach sowie während des Gottesdienstes offengehalten. Türgriffe sollen so wenig wie möglich berührt werden, um die ständige Desinfektion der Griffe zu vermeiden.
  • Hinweisschilder mit Erläuterung der Pandemie-Maßnahmen sind anzubringen.
  • Auf Körperkontakt wird verzichtet (kein Friedensgruß per Handschlag, keine Handauflegung zum Segen, keine Begrüßung oder Verabschiedung mit Handkontakt oder Umarmen etc.).
  • Die Kollekte wird kontaktlos gesammelt.
  • Minimierung des gemeinsamen Singens sowie keine Chöre oder Blasinstrumente
  • Unterlassung von Abendmahlfeiern
  • Reduktion der Gottesdienstdauer
  • Bei Taufen sowie Dank- und Segnungsgottesdiensten müssen die Hände vor einer körperlichen Berührung desinfiziert werden.
  • Sollten mehrere Gottesdienste hintereinander gefeiert werden, müssen Gottesdienstraum und Sanitäranlagen sowie alle Gegenstände und Türschnallen, mit denen die Feiernden in Berührung gekommen sind, desinfiziert werden und der Raum ausreichend durchgelüftet werden.
Wer entscheidet, ob und wie die Gottesdienste in der nächsten Zeit abgehalten werden?
Es bleibt in der Verantwortung jeder Gemeinde, zu entscheiden bzw. darauf zu achten, ob und wie unter Berücksichtigung aller notwendigen Maßnahmen der Gottesdienst als Feier erlebt werden kann. Daher entscheidet das Presbyterium mit Beschluss.
Was soll ich als Gottesdienstbesucher beachten?
Für die Teilnahme an Gottesdiensten gelten die gleichen Verhaltensregeln und Empfehlungen wie für „Kundenbereiche“ beim Einkaufen oder für öffentliche Gebäude. Tragen Sie daher einen Mund- und Nasenschutz und halten Sie Abstand.
Die allgemeinen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus (COVID-19) laut Gesundheitsministerium sind:

  • Waschen Sie Ihre Hände häufig!
    Reinigen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit einer Seife oder einem Desinfektionsmittel.
  • Halten Sie Distanz!
    Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Meter zwischen sich und allen anderen Personen ein, die husten oder niesen.
  • Berühren Sie nicht Augen, Nase und Mund!
    Hände können Viren aufnehmen und das Virus im Gesicht übertragen!
  • Achten Sie auf Atemhygiene!
    Halten Sie beim Husten oder Niesen Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen oder einem Taschentuch bedeckt und entsorgen Sie dieses sofort.
  • Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450.

Beachten Sie auch die Empfehlungen des Gesundheitsministeriums unter: www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Haeufig-gestellte-Fragen.html

Dürfen wir im Gottesdienst wieder singen?
Singen ist nicht per se verboten. Jedoch sind die Gemeinden verpflichtet geeignete Maßnahmen zu setzten, um das Risiko einer Ansteckung während des Gottesdienstbesuches zu minimieren. Da Singen in geschlossenen Räumen besonders riskant ist, wird daher dringend vom üblichen Gemeindegesang abgeraten.
Unter welchen Voraussetzungen sind Taufen möglich?
Taufen sind unter den gleichen Bedingungen wie andere Gottesdienste möglich.

Der oder die Taufende darf im unumgänglichen Ausmaß zur Vornahme der Taufe den Mindestabstand unterschreiten.

Was ist bei Segnungen anlässlich einer Eheschließung und Trauungen zu beachten?
Für Segnungen anlässlich einer Eheschließung und Trauungen im Rahmen eines Gottesdienstes gelten die Bestimmungen für Gottesdienste. Es ist daher gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten.

Der Liturg oder die Liturgin darf kurzfristig und im unumgänglichen Ausmaß den Mindestabstand unterschreiten, wenn dies zur Vornahme der Segnung oder Trauung notwendig ist.

Bitte beachten Sie, dass für alle Feierlichkeiten und Aktivitäten außerhalb des eigentlichen Gottesdienstes strengere Regeln gelten. Hochzeitsfeiern nach oder vor dem Gottesdienst gelten demnach als Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze und können daher mit bis zu 100 Personen stattfinden, unabhängig davon, ob sie in einem Gebäude oder im Freiluftbereich stattfinden. Ab 1. August sind bis zu 200 Personen erlaubt. Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist dabei ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. In geschlossenen Räumen ist außerdem ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Für das Verabreichen von Speisen und den Ausschank von Getränken gelten die Regeln der Gastronomie. Damit Pfarrgemeinden nicht zur Verantwortung gezogen werden können, müssen sie entweder dafür Sorge tragen, dass diese Vorgaben in ihren Räumlichkeiten und auf ihrem Gelände lückenlos eingehalten werden, oder keine Feierlichkeiten rund um den Gottesdienst in ihrem Verantwortungsbereich stattfinden.

Bitte achten Sie insbesondere darauf, dass vor und nach dem Gottesdienst zu keinen Menschenansammlungen vor der Kirche kommt und der Mindestabstand stets eingehalten wird.

Was ist bei Trauerfeiern und Beerdigungen zu beachten?
Für den gottesdienstlichen Teil von Trauerfeiern, Verabschiedungen und Beerdigungen gelten die Bestimmungen für Gottesdienste.

An sonstigen Begräbnissen und Teilen von Begräbnissen, die kein Gottesdienst sind, dürfen maximalen 100 Personen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich teilnehmen. Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist dabei ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. In geschlossenen Räumen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wenn es sich nicht um einen Gottesdienst handelt und sich die Personen nicht auf zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen mit einem Abstand von mindestens einem Meter aufhalten.

Es ist möglich, dass politische Gemeinden, Friedhofsverwaltungen oder Bestattungen über diese allgemeinen Vorschriften hinaus örtlich weitere Maßnahmen vorsehen.

Wir haben durch Corona einen Einnahmenausfall, gibt es eine finanzielle Unterstützung?
Gemeinden, Superintendenturen, Werke und evangelisch-kirchliche Vereine zählen neben vielen anderen zu den begünstigten Organisationen, die beim neu eingerichteten NPO-Unterstützungsfond um eine finanzielle Unterstützung ansuchen können, wenn sie durch Corona einen nachweisbaren Einnahmenausfall haben. Es können bestimmte förderbare Kosten geltend gemacht werden und es wird ein Struktursicherungsbeitrag für pauschale Kosten abgegolten. Es kann beides gleichzeitig, oder jeweils nur eines davon beantragt werden.
Bitte informieren Sie sich vor einer Antragstellung genau auf https://npo-fonds.at/ und beachten Sie die FAQ!

Wie hoch ist die Förderung?
Die Förderung ist nach oben mit dem Einnahmeausfall der ersten drei Quartale des Jahres 2020 begrenzt.

Gibt es eine Untergrenze für die Förderung?
Ja. Förderungen werden erst ab einem Betrag von 500,- Euro ausbezahlt.

Wofür gibt es den Struktursicherungsbeitrag?
Der Struktursicherungsbeitrag soll pauschal Kosten abgelten, die nicht unter die förderbaren Kosten fallen, wie z.B. Instandhaltungs- oder Wartungskosten oder auch Aufwandsentschädigungen.

Wie hoch ist der Struktursicherungsbeitrag?
Im Normalfall: 7% der Einnahmen im Jahr 2019

Wo und wie kann der Antrag gestellt werden?
Die Antragstellung ist ausschließlich online unter https://npo-fonds.at/ bis 31.12.2020 möglich. Es ist nur eine einmalige Antragstellung möglich, die Antragssumme kann nicht nachträglich erhöht werden! Falsche Angaben – auch versehentliche – können zur Ablehnung, Rückzahlung, Ausschluss von künftigen Förderungen und strafrechtlichen Folgen führen.

Neben den allgemeinen Informationen sind die folgenden kirchenspezifischen Punkte (gilt nicht für Vereine) zu beachten:

Welche (formale) Voraussetzungen müssen für die Antragstellung erfüllt werden?
Anträge und der Fördervertrag (falls extra erforderlich) sind von drei Mitgliedern des Presbyteriums zu unterschrieben und das Amtssiegel ist beizufügen (§ 13 Abs. 2 KVO).
Es braucht zwingend die Bestätigung des Antrags durch eine Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung. Auf dem Antrag muss sich die Unterschrift mit Stempel einer Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung befinden. Es wird dringend davon abgeraten Anträge ohne diese zu stellen, unvollständige Anträge werden nach hinten gereiht. Es erging seitens der Kirchenleitung die Bitte an die Superintendenturen nach geeigneten Prüfern zu suchen.

Wer trägt die Kosten für die Bestätigung des Antrags durch die Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung?
Die Kosten für die Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung können mit dem Antrag geltend gemacht werden. Wird dieser aber abgelehnt, sind die Kosten selbst zu tragen.

Können ausgefallene Kollekten und Stollgebühren geltend gemacht werden?
Ausgefallene Kollekten und Stollgebühren können als Einnahmenausfall geltend gemacht werden.

Gibt es Einschränkungen bei den förderbaren Kosten?
Wenn es einen nachweisbaren Rückgang beim Kirchenbeitrag gibt, können durch Gemeinden ausschließlich Einhebegebühr und die Gemeindeumlage geltend gemacht werden, den an die Kirche abzuführende Teil des Kirchenbeitrages nicht (gilt für Gemeinden A.B.).

Was sonst noch zu beachten ist
Bei Antragstellung ist bei der Rechtsform die Auswahlmöglichkeit „nicht eingetragen im Firmenbuch“ anzuklicken.

Alle aufklappen

Welche Maßnahmen gelten zusätzlich in Oberösterreich?

Gottesdienste in geschlossenen Räumen
Ein Mindestabstand von 1m zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben ist einzuhalten.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Betreten, Verlassen oder sonstigen Bewegen im Kirchenraum. Während Gottesdienstbesucher*innen auf ihrem Sitzplatz verweilen, kann der Mund-Nasen-Schutz aber abgenommen werden.

Darüber hinaus werden ein Begrüßungsdienst und Information der Gottesdienstbesucher über Aushänge empfohlen, um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen und sich rechtlich abzusichern.

Kirchenkaffee
Kirchenkaffee und das Anbieten von Speisen und Getränken bei Veranstaltungen sind unter Einhaltung der Bestimmungen wie sie für die Gastronomie gelten, grundsätzlich erlaubt. Es gilt in Oberösterreich daher Maskenpflicht für Helfer und Mitarbeitende und für Gäste am Weg zum und vom Tisch. Es dürfen maximal 10 Personen an einem Tisch sitzen.
Pfarrkanzleien und Sekretariate
Besucher*innen müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Bei Kontakt zu Besuchern/Gemeindegliedern muss von Mitarbeitenden wieder ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, außer es wird durch eine sonstige Maßnahme der gleiche Schutz erreicht, z.B. Plexiglasscheibe.

Alle aufklappen

Gottesdienste im Internet:

Wo finde ich das Evangelische Gesangsbuch online?
Sie finden viele Lieder unter www.liederdatenbank.de/songbook/8984. Beachten Sie, dass nicht alle Lieder hier veröffentlicht sind, da urheberrechtlich geschützte Lieder nicht angezeigt werden. Gegebenenfalls sollten Sie die Verfügbarkeit vor Ihrem Gottesdienst prüfen. Die Nummerierung stimmt mit dem Evangelischen Gesangsbuch in der Ausgabe der Evangelischen Kirche in Österreich aus dem Jahr 2000 überein.
Darf meine Pfarrgemeinde weiterhin die Gottesdienste streamen?
Selbstverständlich dürfen Sie Ihre Gottesdienste und Feiern wie in den vergangenen Wochen auch virtuell abhalten! Sie müssen jedoch weiterhin das Urheberrecht beachten.
Was ist urheberrechtlich geschützt?
Die Rechte des Schöpfers oder Urhebers am eigenen Werk (eigene Leistung!) entstehen mit der Schaffung des Werks. Dies gilt für geistige Leistungen aller Art, wie eben auch Literatur, Musik, Musiktexte, Fotos, Filme, etc. Dieses Recht besteht grundsätzlich für 70 Jahre ab der Schöpfung.
Welche Werke darf ich verwenden?
Urheberrechtlich unbedenklich sind grundsätzlich freie Werke, d.h. älter als 70 Jahre. Diese Lieder dürfen Sie jedenfalls singen und die Texte zum Download bereitstellen.
Urheberrechtlich geschütztes Liedgut dürfen Sie in derselben Art verwenden, wie im Gottesdienst. Sie dürfen auch geschütztes Material singen und die Texte einblenden, als würden Sie einen Beamer / PowerPoint verwenden.
Achtung: Möchten Sie den Mitschnitt mit eingeblendetem Text auf YouTube veröffentlichen, sollten Sie die Texte ausblenden.
Darf ich die Texte auf meiner Homepage zum Mitsingen bereitstellen?
Ja, das dürfen Sie, jedoch nur für 72 Stunden.
Darf ich meine Gottesdienste auf YouTube stellen, auch wenn etwas gesungen wurde?
Ja, das dürfen Sie. YouTube hat selbst einen Vertrag mit der Verwertungsgesellschaft AKM und führt die entsprechenden Abgaben pauschal ab. Dies gilt jedoch nur für die Plattformen YouTube, SoundCloud und Twitch. Für andere Kanäle müssen Sie ggf. Lizenzen bei der AKM bezahlen.
Darf ich eigenes Material (eigene Aufnahmen der Feierlichkeiten) ins Internet stellen?
Sie dürfen selbstverständlich nur Videos von jenen Personen ins Internet stellen, die zugestimmt haben. D.h. Mitschnitte von Veranstaltungen mit Mitgliedern, die eigentlich nur für die Archivierung angefertigt wurden, sollten Sie nicht ohne die Zustimmung der Aufgenommenen veröffentlichen.
Gibt es noch andere Urheberrechte, die ich beachten muss?
Ja. Auch aufgehängte Kunstwerke (Fotografien, Glasfenster, Skulpturen) könnten urheberrechtlich geschützt sein. Daher könnte eine Aufnahme und die Veröffentlichung im Internet möglicherweise einen Verstoß gegen das Urheberrecht darstellen. Bemühen Sie sich gegebenenfalls um die Zustimmung der Künstlerin oder des Künstlers.
Darf ich auf meiner Webseite in einem Blog oder Artikel ein YouTube-Video verlinken?
Ja. Der EUGH hat sich 2014 mit diesem Thema beschäftigt und entschieden, dass die Einbettung von Videos grundsätzlich zulässig ist und keine Urheberrechtsverletzung darstellt, so lange man auf die Plattform YouTube geleitet wird (also keine neue Technologien einsetzt). Dies gilt natürlich nur für legale Aufnahmen. Es geht bei YouTube darum: Wer erhält die „Likes“ für das Video – Sie für den Gottesdienst, aber der Künstler oder die Künstlerin möchten die „Likes“ für IHR eigenes Video.
Darf ich fremde YouTube-Videos im Gottesdienst vorführen und diesen Gottesdienst im Internet streamen (oder ebenfalls auf YouTube stellen)?
Nach besagtem EuGH Urteil (s.o.) ist auch hier die Rechtslage relativ klar: Man darf Videos privat vorführen, aber nicht selbst weiterveröffentlichen.

Sie können Folgendes tun:

  • 1. Die Einwilligung der Ersteller der YouTube-Videos einholen. Gibt es vielleicht Lieder, die von bekannten evangelischen anderen Pfarrgemeinden gesungen wurden? Dort könnte man sicher rasch eine Einwilligung holen!
  • 2. Die Videos könnten dann eingebettet auf Ihrer Webseite zur Verfügung gestellt werden und auf YouTube verlinken. Es geht natürlich wieder um die „Likes“.
  • 3. Sie können einen Gottesdienst aufzeichnen und vor dem Hochladen die YouTube-Videos von anderen ausblenden.
YouTube: Wieso bekomme ich eine Anfrage zur Content-ID?
Viele Pfarrgemeinden, die Gottesdienste und Andachten auf YouTube veröffentlicht haben, sind mit sogenannten „Content-ID“-Anfragen konfrontiert. Sie stammen von diversen Firmen, die behaupten, ein Urheberrecht an Liedern wahrnehmen zu dürfen. (Auch bei Liedern, die garantiert keinem Schutz mehr unterliegen!) Diese Aufforderung bedeutet grundsätzlich nicht, dass Sie eine Urheberrechtsverletzung begangen haben! Die AKM als zuständige Verwertungsgesellschaft hat einen Rahmenvertrag mit YouTube, weshalb auch die Veröffentlichung von geschütztem Material zulässig ist. Dennoch wird YouTube von virtuellen Suchmaschinen „durchkämmt“. Viele Informationen finden Sie hier: support.google.com/youtube/answer/6013276. Lassen Sie sich nicht verunsichern, da keine Konsequenzen drohen! Sollten Sie dennoch Sorgen haben oder Ihr Video gesperrt werden, können Sie uns gerne unter qfo@rinat.ng kontaktieren.

Alle aufklappen

Gemeindeleben:

Darf es wieder einen Kirchenkaffee geben?
Kirchenkaffee und das Anbieten von Speisen und Getränken bei Veranstaltungen sind unter Einhaltung der Bestimmungen wie sie für die Gastronomie gelten, grundsätzlich wieder erlaubt.

Besucher*innen müssen nicht mehr durch Helfer*innen fix platziert werden. Die Verabreichungsplätze sind so einzurichten, dass zwischen den Besuchergruppen ein Abstand von mindestens einem Meter besteht. Dies gilt nicht, wenn durch geeignete Schutzmaßnahmen zur räumlichen Trennung das Infektionsrisiko minimiert werden kann Ein Mindestabstand von einem Meter zwischen Personen die nicht der gleichen „Besuchergruppe“ angehören muss stets gewährleistet sein, z.B. auch beim Betreten und Verlassen, am Weg zum Buffet, zur Toilette usw. Es dürften keine Gegenstände zum gemeinsamen Gebrauch (Milch, Zucker …) verwendet werden. Selbstbedienung ist nur zulässig, wenn Speisen und Getränke ausgegeben werden, oder zur Entnahme vorportioniert und abgedeckt sind. Man darf sich daher nicht selbst aus einer für alle bestimmten Kaffeekanne einschenken, oder von einem offenen Kuchen nehmen. Ein Buffet in Selbstbedienung ist erlaubt, wenn durch besondere hygienische Vorkehrungen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Möglich wäre beispielsweise die Desinfektion der Hände unmittelbar vor dem Buffetbereich. Alternativ wäre aber auch die Verwendung von Einweghandschuhen oder Einwegvorlegbesteck denkbar. Helfer und Mitarbeitende müssen keinen Mund-Nasenschutz tragen. Ausnahmen bestehen dann, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Dürfen Sitzungen von Gemeindevertretungen, Presbyterien und anderen kirchlichen Gremien wieder stattfinden?
Sitzungen kirchlicher Organe sind seit 18.5.2020 wieder möglich.
Ein Mund- Nasenschutz muss dabei nicht mehr getragen werden. Achten Sie aber unbedingt auf Einhaltung des Mindestabstandes! Weitere Vorsichtsmaßnahmen können durch das Presbyterium vorgesehen werden.

Diese staatliche Regelung gilt nur für Organe von Körperschaften öffentlichen Rechts, das sind auf Gemeindeebene ausschließlich Gemeindevertretung und Presbyterium und die Vertretungsorgane von Gemeindeverbänden mit eigener Rechtspersönlichkeit! Für andere Treffen, Kreise und Veranstaltungen beachten Sie die folgenden Fragen.

Dürfen wir weiterhin Umlaufbeschlüsse und Videokonferenzen abhalten?
Umlaufbeschlüsse und Videokonferenzen sind unter den dafür vorgesehenen Voraussetzungen weiterhin möglich, da aufgrund der derzeitigen Corona-Situation nach wie vor ein begründeter Ausnahmefall vorliegt.
Welche Plattform soll man für Videokonferenzen verwenden?
Es gibt keine klare Empfehlung, da es viele Betreiber gibt, die datenschutzrechtlich konform sind. Wählen Sie eine Plattform, die möglichst einfach zu bedienen ist.

Beachten Sie, dass Sie eventuell eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung (ADV) mit dem Plattformbetreiber abschließen müssen. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Datenschutzbeauftragten oder die Datenschutzbeauftragte der Evangelischen Kirche unter QFO@rinat.ng, falls Sie Hilfe benötigen.

Was benötigt man zur Durchführung einer Videokonferenz?
Sie benötigen Internet (LAN oder WLAN) und ein internetfähiges Gerät, z.B. Smartphone, PC, Tablet, Laptop. Ein Headset ist empfehlenswert, aber nicht notwendig, da die meisten Geräte über eine eingebaute Kamera und Mikrophon verfügen.

Achten Sie auf eine helle, ruhige Umgebung, dann sieht und hört man Sie am besten!

Sind Bibelabende, Gesprächsrunden und andere Veranstaltungen wieder möglich?
Ja. Es gelten aber für Veranstaltungen, die der Religionsausübung dienen und für sonstige Veranstaltungen weiterhin Beschränkungen.
Welche Beschränkungen gelten für Bibelkreise und sonstige Veranstaltungen zur Religionsausübung?
Es gelten die gleichen Vorgaben und Empfehlungen wie für Gottesdienste.
Welche Beschränkungen gelten für Fremdveranstaltungen und Veranstaltungen ohne religiöse Bezüge?
Seit 1. Juli sind Veranstaltungen bis zu 100 Personen erlaubt. Wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze gibt, sind in geschlossenen Räumen bis zu 250 Personen und im Freiluftbereich bis zu 500 Personen zulässig. Kann bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen der Mindestabstand auf Grund der Anordnungen der Sitzplätze, z.B. feste Kirchenbänke oder Bestuhlung, nicht eingehalten werden, sind die jeweils seitlich daneben befindlichen Sitzplätze freizuhalten, in diesem Fall ist aber auch am Sitzplatz ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sofern nicht durch andere geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Eine solche Maßnahme könnte z.B. eine Plexiglaswand sein. Beim Betreten, Verlassen oder sonstigen Bewegen im Veranstaltungsraum ist jedenfalls ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Für das Verabreichen von Speisen und den Ausschank von Getränken an Besucher gelten die gleichen Vorgaben wie in der Gastronomie oder auch das Kirchenkaffee.

Mit 1. August 2020 sind Veranstaltungen bis 200 Personen erlaubt, bzw. in geschlossenen Räumen mit bis zu 500 Personen und im Freiluftbereich mit bis zu 750 Personen, wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze gibt.

Darf es wieder Kindergottesdienste geben?
Ja. Für Kindergottesdienste gelten die allgemeinen Vorgaben für Gottesdienste. Auch Kinder müssen sich dabei ausnahmslos an den Mindestabstand von einem Meter halten.
Unter welchen Voraussetzungen ist Konfirmandenunterricht und außerschulische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen möglich?
Grundsätzlich gelten die gleichen Vorgaben wie allgemein für Veranstaltungen. Der Mindestabstand ist einzuhalten und ein Mund- Nasen-Schutz ist zu tragen, außer die Teilnehmer*innen bleiben auf ihnen zugewiesenen Sitzplätzen.

Bei der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit, z.B. im Rahmen von Ferienlagern der EJÖ, kann aber der Mindestabstand und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes entfallen, sofern seitens des Trägers ein Präventionskonzept erstellt und umgesetzt wird.

Gelten für Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen dieselben Regeln wie in der Schule oder im Kindergarten?
Nein, Angebote der außerschulischen Jugenderziehung fallen laut Lockerungsverordnung ausdrücklich unter eigene Bestimmungen oder unter jene für Veranstaltungen. Bestimmungen für Schule und Kindergarten dürfen nicht analog angewandt werden.
Worauf ist bei größeren Veranstaltungen zu achten?
Zunächst kommt es auf die Teilnehmerzahl an. Nehmen mehr als 100 bzw. ab August 200 Personen an der Veranstaltung teil, so hat der Veranstalter einen COVID-19-Beauftragten zu ernennen, sofern er diese Funktion nicht selbst ausübt, sowie ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen. Das Personal wird bei der Personengrenze nicht mitgerechnet.

Im Präventionskonzept ist aufgrund einer Risikoanalyse darzustellen, welche Maßnahmen getroffen werden, um die Gefahr einer Infektion so gering wie möglich zu halten.

Auf folgende Punkte ist dabei einzugehen:

  • Steuerung der Besucherströme
  • Besondere Hygienevorgaben
  • Verhalten bei Auftreten einer Infektion
  • Regelung über Nutzung sanitärer Einrichtungen und Verabreichung von Speisen und Getränken
Was ist ein COVID-19-Beauftragter?
Ein COVID-19-Beauftragter ist zu ernennen, wenn eine Veranstaltung die oben genannte Teilnehmerzahl übersteigt. Der COVID-Beauftragte unterstützt den Veranstalter, ist für die Umsetzung des Präventivkonzepts verantwortlich und ist in diesem Zusammenhang primäre Ansprechperson. Die Letztverantwortung liegt allerdings beim Veranstalter.

Ein COVID-Beauftragter benötigt keine besondere Ausbildung, es wird jedoch empfohlen ihn, insbesondere im Hinblick auf datenschutzrechtliche Fragen, zu schulen.

Was ist eine Risikoanalyse?
Die Risikoanalyse dient als Grundlage für das Präventionskonzept. Sie soll die vorliegenden Risiken, anhand verschiedener Faktoren, wie etwa der Kontaktintensität oder der Möglichkeit Abstandsregeln einzuhalten, bewerten.
Darf der Chor wieder proben?
Singen in Gemeinschaft, in persönlicher Nähe und v.A. in geschlossenen Räumen muss leider nach wie vor als maßgebliches Risiko für eine Wiederausbreitung des Coronavirus angesehen werden. Es wird daher weiterhin dringend von vollumfänglichen Chorproben abgeraten, auch wenn diese nicht mehr verboten sind. Bitte beachten Sie die versandten Empfehlungen von Landeskantor Krampe und die Empfehlungen des Chorverband Österreich!

Wenn Sie trotzdem eine Chorprobe abhalten wollen, ist ein Mindestabstand von einem Meter behördlich vorgeschrieben. Dieser darf nur unterschritten werden, wenn Ersatzmaßnahmen, wie z.B. das Aufstellen von Plexiglaswänden, vorgenommen werden.

Unser Chor will trotz allem wieder proben, worauf sollen wir achten?
Beachten Sie die an alle Gemeinden versandten Empfehlungen von Landeskantor Krampe und die Empfehlungen des Chorverband Österreich!

Die wichtigsten Punkte:

  • Wo immer möglich ins Freie oder größere Kirchenräume ausweichen
  • Abstände so groß wie möglich halten
  • Kleine Gruppen
  • Häufig Lüften
  • Kurze Einheiten, denn die zeitliche Exposition ist ein wesentlicher Faktor, Chorproben von normaler Länge müssen als No-Go betrachtet werden
  • Für den Fall des Falles Teilnehmerlisten führen, aber nur auf behördliche Anweisung herausgeben
  • Hygiene- und Probenkonzept ausarbeiten
Für welche Besucher und Besucherinnen gilt die Maskenpflicht nicht?
Nach Auskunft des Sozialministeriums gilt die Pflicht zum Tragen eines MNS nicht für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr und für Personen, denen aus gesundheitlichen Gründen das Tragen eines MNS nicht zugemutet werden kann (z.B. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, mit Angststörungen, mit fortgeschrittener Demenz oder mit schwerer intellektueller Behinderung, Kinder mit Asthma, ADHS).

Die Unzumutbarkeit kann durch ein ärztliches Attest nachgewiesen oder bei Kontrolle glaubhaft gemacht werden. Das bedeutet, ein ärztliches Attest ist nicht verpflichtend. Sollten Sie von einem Gemeindemitglied ohnehin über entsprechende Beeinträchtigungen Bescheid wissen, müssen Sie kein Attest verlangen.

Beachten Sie, dass diese Personen jedoch möglicherweise einer Risikogruppe zuzuordnen sind und achten Sie auf besonderen Schutz!

Alle aufklappen

Bürobetrieb:

Worauf ist in der Pfarrkanzlei zu achten?
Es gelten die staatlichen Bestimmungen für „Kundenbereiche“, wie sie aus dem Handel bekannt sind. Das bedeutet, dass derzeit 1m Abstand eingehalten werden muss. Ein Mund- und Nasenschutz ist nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Zum Schutz besonders gefährdeter Personen kann das vorübergehende Tragen eines Mund- und Nasenschutzes aber ratsam sein.
Dürfen mehrere Personen in einem Büro arbeiten, müssen sie dann Masken tragen?
Es ist grundsätzlich nicht verboten, dass mehrere Personen in einem Raum arbeiten. Der Dienstgeber ist aber verpflichtet alle zumutbaren Maßnahmen zu ergreifen, um seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor einer Ansteckung zu schützen. Wo es nicht möglich ist räumliche Distanz zu schaffen oder einen „Schichtbetrieb“ einzuführen, sollte daher andere geeignete Schutzmaßnahmen wie Plexiglasscheiben vorgesehen werden. Masken können, müssen aber nicht getragen werden.
Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeitender laut Attest einer Risikogruppe angehört?
Legt ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin ein sogenanntes COVID-19 Attest vor, bestehen abhängig von den Umständen des Einzelfalls folgende Möglichkeiten:

  • Homeoffice
  • anderweitige Schutzmaßnahmen wie z.B. Einzelbüro, Plexiglasscheiben, Arbeit ohne Kontakt zu anderen
  • bezahlte Dienstfreistellung, falls andere Maßnahmen nicht möglich sind

Der kirchliche Dienstgeber hat im Fall einer Freistellung Anspruch auf Erstattung. Der Antrag auf Erstattung muss spätestens sechs Wochen nach dem Ende der Dienstfreistellung beim Krankenversicherungsträger eingebracht werden.

Mitarbeiter dürfen keinesfalls gekündigt werden, weil sie einer Risikogruppe angehören!

Alle aufklappen

ISSN 2222-2464

Diesen Beitrag teilen

Newsletter abonnieren

Der Newsletter von evang.at mit den wichtigsten Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes (epd) ist kostenlos und erscheint in der Regel einmal pro Woche am Mittwoch.