Existenzsicherung für Flüchtlinge

Hilfsorganisationen setzen Unterschriftenaktion fort – Prominente Unterstützer

Wien, 14. Mai 2003 (epd Ö) SOS Mitmensch, Asylkoordination, der Flüchtlingsdienst der Diakonie und andere setzen ihre im Herbst begonnene Kampagne „Existenzsicherung für Flüchtlinge“ mit einer Unterschriftenaktion fort. Dazu wurde ein Aufruf an alle Pfarrgemeinden Österreichs herausgegeben mit der Bitte, das Anliegen der Kampagne – die Gewährleistung ausreichender Grundversorgung als Basis fairer Asylverfahren – zu unterstützen.

Wer in Österreich Asyl beantragt, ist im Regelfall zwar zum Aufenthalt berechtigt, hat aber keine Garantie auf Unterkunft und Krankenversorgung. Weil die staatliche Bundesbetreuung nicht ausreicht, müssen hier immer öfter Hilfsorganisationen einspringen.

Die Pfarrgemeinden erhalten aufklärende Plakate, Folder sowie Unterschriftenlisten. Letztere sollen an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Innenminister Karl Strasser gefaxt werden, um diesen den dringenden Handlungsbedarf deutlich zu machen. Die Originale sollen Anfang Juli in einer gemeinsamen Aktion den Politikern persönlich übergeben werden. Die Aktion wird von prominenten Vertretern aller Glaubensrichtungen unterstützt. Sowohl der evangelische Bischof Herwig Sturm als auch der katholische Kardinal Franz König zählen zu den Proponenten der Kampagne. Zusätzliche Informationen zur Kampagne finden sich unter www.asyl.at.

Die Diakonie weist darauf hin, dass irrtümlicherweise auf den Unterschriftenlisten falsche Faxnummern angegeben sind. Die korrekte Faxnummer für Bundeskanzler Schüssel lautet: 53126-2705, für Minister Strasser: 53126-2554.

www.asyl.at

ISSN 2222-2464