Evangelisches Realgymnasium Donaustadt eröffnet

Foto: Diakonie
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Schwerpunkt „Popular- und Weltmusik“ – Superintendent Lein: „Zur Bildung gehören Gerechtigkeit und Horizonterweiterung“

Wien (epd Ö) – Dass zur Bildung Gerechtigkeit und die Erweiterung des Horizontes gehören, betonte der Wiener Superintendent Hansjörg Lein bei der Eröffnung und Segnung des neuen Evangelischen Realgymnasiums Donaustadt am 11. November. Lein, der im Blick auf die anspruchsvollen pädagogischen und gesellschaftpolitischen Ziele des Gymnasiums anmerkte: „Wir sind in unserer schönen Stadt Wien auch von viel Dummheit umgeben, wir haben gerade einen Wahlkampf hinter uns“, bezeichnete demgegenüber den Tag der Eröffnung der im 22. Wiener Gemeindebezirk gelegenen Schule als einen „wahren Freudentag“.

Das Konzept des derzeit einklassigen Realgymnasiums erläuterte die Geschäftsführerin des Schulerhalters, der Diakonie Bildung, Veronika Weisskircher, bei der Feier in der in einem Containerprovisorium untergebrachten Schule. Im Rahmen des Modellversuchs „Wiener Mittelschule“ sollen die SchülerInnen zu selbständigen Menschen erzogen werden, die bereit sind, in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Dabei sollen Kinder jeder Herkunft und Religion integriert werden. Den Schulschwerpunkt „Popular- und Weltmusik“ erläuterte der Leiter der Johann Sebastian Bach Musikschule Hanns Stekel. Musik sei eine wesentliche Hilfe bei der Verfolgung des Bildungsziels der Schule. Hier sei die Johann Sebastian Bach Musikschule ein Partner des Realgymnasiums.

Der Geschäftsführer des Evangelischen Schulwerks, Rektor Michael Bubik, unterstrich den integrativen Charakter der Schule. Auch Menschen mit unterschiedlichen Begabungen und mit besonderen Bedürfnissen sollten hier in ganzheitlichem Sinn erzogen werden. Bubik charakterisierte die Schule als „weltweit ökumenisch“. Der Rektor sprach allen an der Gründung der Schule Beteiligten den Dank des Schulwerks aus.

Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl: „Wir brauchen diese Wiener Mittelschule ganz dringend“

„Wir brauchen diese Wiener Mittelschule im 22. Wiener Gemeindebezirk ganz dringend“, erklärte die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl in ihrem Grußwort. Die „kleinste Schule Wiens“ werde nicht klein bleiben, sondern ein großer Erfolg werden. „Diese Betreuung werden Sie an keiner zweiten Schule finden“, hob Brandsteidl hervor, „es ist ein sehr, sehr zukunftsweisendes Modell, auf das wir stolz sind.“ Bezirksvorsteher Norbert Scheed ergänzte, hinsichtlich der Ziele in der „Menschenentwicklung und Gesellschaftsentwicklung“ entspreche das Konzept der Schule dem Leitbild des 22. Bezirks. Ministerialrat Karl Schwarz vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur nannte das neue Gymnasium „eine sehr schöne Visitenkarte der Evangelischen Kirche“.

Vom „Zauber des Anfangs“ sprach die Direktorin des Evangelischen Gymnasiums Donaustadt, Elisabeth Kapfenberger. Die Schulleiterin berichtete, vieles geschehe in dieser Schule zum ersten Mal. Kapfenberger dankte den SchülerInnen, dem Lehrkörper und den Eltern für die Unterstützung in der Beginnphase des Schulbetriebs.

Bei der Eröffnung bot die Theatergruppe der Schule eine selbst erarbeitete Präsentation. SchülerInnen der Johann Sebastian Bach Musikschule gestalteten den Festakt musikalisch.

ISSN 2222-2464