Evangelisches Kinderhaus der Diakonie Salzburg erhält Diakoniepreis 2005

Anerkennungspreis für Internationalen Kinderverein „Projekt Tausendfüßler“

Wien, 27. Oktober 2005 (epd Ö) – Das Projekt „Evangelisches Kinderhaus neu – Innovation aus Tradition“ der Diakonie Salzburg hat den diesjährigen Diakoniepreis 2005 der Evangelischen Kirchen A.u.H.B. zugesprochen bekommen. Die Evangelische Kirche wolle mit diesem Preis modellhafte Projekte auszeichnen, erklärte Synodalpräsident Dr. Peter Krömer bei der Überreichung des Preises im Rahmen des Empfangs zum Reformationsfest am Donnerstag, 27. Oktober, in Wien. In diesem Kindergarten haben erstmals auch Kinder mit Behinderung die Möglichkeit, nach den Grundsätzen von Maria Montessori integrativ gefördert zu werden. Mit einem Anerkennungspreis wurde der Internationale Kinderverein „Projekt Tausendfüßler“ ausgezeichnet. Seit April 1990 hilft dieses Projekt Kindern in aller Welt. Bisher konnten dank der Spenderinnen und Spender 12.239 „Bunte Packerln“ etwa an Waisenkinder in Rumänien oder Indien verschickt werden.

Das Evangelische Kinderhaus des Diakonievereins Salzburg wurde im Herbst 2004 eröffnet und schuf einen Ort der Begegnung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Bei dem Kinderhaus handelt es sich um ein 300 Jahre altes, denkmalgeschütztes Bauernhaus inmitten von Salzburgs Naturschutzgebiet in der Hellbrunner Allee 51. Die neu adaptierten behindertengerechten Räume bieten Platz für einen zweigruppigen Kindergarten und ermöglichen die Ausweitung der Betreuungszeiten auch am Nachmittag, was besonders von berufstätigen Eltern und auch Alleinerziehenden gerne in Anspruch genommen wird.

„Mit der frühzeitigen Integration von Kindern mit Behinderung stellen wir eine echte Perspektive für Familien dar. Erfahrungsgemäß ziehen sich Eltern mit behinderten Kindern vor allem in der Anfangsphase zurück. Wir beraten Mütter und Väter von Beginn an und ermöglichen ihnen mit unseren weiteren pädagogischen Einrichtungen eine integrative Gemeinschaft über viele Jahre. Um eine frühzeitige umfassende Integration für die Kinder zu ermöglichen, nehmen wir die Kleinen bereits ab dem Krabbelalter auf“, so Christine Thaller, Leiterin des Kinderhauses.

ISSN 2222-2464