Evangelische Kirchenleitung: Unermessliches Leid

Kollekte des kommenden Sonntags für Opfer der Flutkatastrophe

Wien, 13. August 2002 (epd Ö) Die evangelisch-lutherische Kirchenleitung ruft ihre Pfarrgemeinden dazu auf, die Kollekte der Gottesdienste vom kommenden Sonntag den Opfern in den Überschwemmungsgebieten zu widmen. “Unermessliches Leid” habe die Hochwasserkatastrophe über viele Menschen in unserem Land gebracht, heißt es in einem Brief der Oberkirchenräte Dr. Hannelore Reiner und Dr. Michael Bünker an die evangelischen Pfarrgemeinden in Österreich. “In den Notleidenden”, so die Mitglieder der Kirchenleitung, “sehen wir durch den Glauben unsere Schwestern und Brüder, deren Los uns nicht gleichgültig ist”. Weiter heißt es in dem Schreiben, dass “angesichts der ungeheuren Katastrophe, die unser Land getroffen hat, die Hilfsbereitschaft und Solidarität der Menschen besonders herausgefordert ist.” Daher bittet die Evangelische Kirche in Österreich alle ihre Mitglieder, dabei “beispielhaft vorauszugehen.”

Eichmeyer: Das Schicksal unserer Schwestern und Brüder ist uns nicht gleichgültig

Auch der oberösterreichische Superintendent, Mag. Hannsjörg Eichmeyer, bittet in einem Schreiben an die Pfarrgemeinden in Oberösterreich um eine Sonderkollekte für den kommenden Sonntag: “Viele Menschen haben persönlich in den letzten Tagen erfahren, was die biblischen Worte “die Flut will mich ersäufen” bedeuten. Der Hilferuf des Königs David “Gott hilf mir” sei auch an alle Christen gerichtet, denen das Schicksal ihrer Schwestern und Brüder “nicht gleichgültig ist”, so der Superintendent.

Die Spenden werden erbeten auf das Konto der Katastrophenhilfe der Diakonie Österreich, PSK Konto Nr. 23 13 300, BLZ 60000.

ISSN 2222-2464