Evangelische Kirche: Preiswerter Strom

Stromeinkaufspool nimmt Tätigkeit auf – Kirchenrat Schwarz: „Weniger als vier Cent pro Kilowattstunde absehbar“

Wien, 9. Jänner 2002 (epd Ö) Strom bis zur Hälfte preiswerter können ab jetzt die Mitglieder der Evangelischen Kirchen in Österreich beziehen. Dies ermöglicht der sogenannte Stromeinkaufspool, der seine Arbeit noch im Jänner aufnehmen wird. Seit vergangenem Oktober können die Österreicherinnen und Österreicher ihren Strom auf dem freien Markt beziehen und ihren Stromlieferanten frei wählen. Dies hat sich die Evangelische Kirche für ihre Mitglieder zu Nutze gemacht. Der für den Stromeinkaufspool verantwortliche Kirchenrat Ing. Heinrich Schwarz: „Bei rund 350.000 Mitgliedern unserer Kirchen, die mögliche Kunden für diesen Pool sind, können wir natürlich Einfluss auf den Anbieter bei der Preisgestaltung nehmen.“ Nutznießer werden die Mitglieder der Evangelischen Kirchen sein. Im Dezember haben die Pfarrgemeinden eine Aussendung des Kirchenamts erhalten, die über den Strompool informiert und zur Beteiligung einlädt. Mit einer Vollmacht vom Stromkunden versehen, sucht das Kirchenamt dann den günstigsten Anbieter.

Zudem hänge der Strompreis auch vom jeweiligen Wohnort ab, so der Kirchenrat gegenüber epd Ö. Absehbar aber sei „auf jeden Fall ein Arbeitspreis von weniger als vier Cent pro Kilowattstunde“ (50 Groschen). Lieferanten sind unter anderen die Salzburg AG und der Verbund. Die Evangelische Kirche verdiene an diesem Geschäft „natürlich nichts“, betont Schwarz, „das ist ein Service für unsere Mitglieder.“

Stromkollekte

Als besonderes Angebot der Salzburg AG kann eine „Stromkollekte“ für einen bestimmten Zähler eingerichtet werden, also etwa den der Kirche oder des Gemeindehauses: Für die Pfarrgemeinde erfolgt dann eine Regelstromkreisabrechnung, die eine Gutschrift zu Gunsten dieses Zählers gutschreibt, je nachdem, wieviel Strom in ihrem Gemeindegebiet bezogen wurde.

ISSN 2222-2464