Diakonie-Hilfstransport von Nordsyrien in den Irak

Lebensmittel und Decken für Zentren in Mosul

Wien, 9. April 2003 (epd Ö) Dem ökumenischen internationalen Hilfsnetzwerk der Diakonie ACT (Action by Churches Together) ist es laut Diakonie gelungen, vom nordsyrischen Hassake aus einen Transport mit Hilfsgütern in die irakische Stadt Mosul zu bringen. Die Lebensmittel und Decken sind für zwei Hilfszentren bestimmt, in denen rund 2.300 Menschen aus dem Süden und der Mitte des Irak Schutz vor dem Krieg gesucht haben.

Die Grenze zwischen Syrien und Irak sei nach wie vor offen. Diakonie/ACT hoffe daher, über diese Route noch weitere Transporte schicken zu können, so Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, über die derzeit laufenden Hilfsaktionen. Die Lebensmittel und Decken, die auf syrischen Märkten eingekauft wurden, seien für zwei Hilfszentren in Karakosh und al-Kush Bishopric, östlich von Mosul, bestimmt. In diesen wurden bereits 1.500 bzw. 800 sich auf der Flucht befindliche Familien aufgenommen. Wenn sich der Transportweg als unproblematisch erweist, sollen über ihn künftig wöchentlich Hilfsgüter in den Irak gebracht und verteilt werden. Immer mehr benötigt werden vor allem Säuglingsnahrung und Medikamente.

Chalupka zufolge hat Diakonie/ACT auch damit begonnen, jene Menschen aus dem Irak zu betreuen, die in Nordsyrien in Kirchen und Moscheen um Schutz gebeten hatten und nun bei Gastfamilien untergebracht sind. Dabei handelt es sich um rund 100 Familien, die mit Lebensmittelpaketen versorgt werden. „Unseren Erfahrungen nach wenden sich in Krisen- und Kriegszeiten viele Menschen auf der Flucht zuerst an Freunde, Bekannte oder karitative Einrichtungen in den Ländern, die sie erreichen können“, erklärt Chalupka. Daher verwundere es nicht, dass die mit internationaler Hilfe errichteten Flüchtlingslager, zum Beispiel an der syrisch-irakischen Grenze, – noch – wenig nachgefragt seien.

Für die humanitäre Hilfe im Irak und den angrenzenden Nachbarländern ist die Diakonie dringend auf Spenden angewiesen: PSK 23.13.300, BLZ 60.000 oder Evangelische Kreditgenossenschaft 7.400.112, BLZ 31800, Kennwort „Irak“.

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ISSN 2222-2464