Diakonie bittet um Spenden für Myanmar

Wien (epd Ö) – Wenige Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm Nargis in Myanmar liegt die Zahl der Opfer laut Schätzung bei über 15.000 Toten, 30.000 Vermissten und etwa einer Million Obdachlosen, berichtet die Diakonie. Als Soforthilfe wurden 50.000 Euro bereitgestellt.

Der Zyklon Nargis war am Samstag, 3. Mai, vom Golf von Bengalen über das Irrawaddy-Delta auf das Gebiet Myanmars Richtung Thailand gezogen. Mit Windgeschwindigkeiten von über 190 km/h hinterließ er eine breite Schneise der Verwüstung. Neben ländlichen Gebieten ist auch die ehemalige Hauptstadt Rangun schwer betroffen. In der Stadt wurden Bäume entwurzelt, Häuser zerstört und die Stromversorgung unterbrochen.

Mit der Partnerorganisation FREDA (Forest Resource Environment Development and Conservation Association) hat die Diakonie Katastrophenhilfe die Soforthilfe in der am schwersten betroffenen Delta-Region aufgenommen. Verteilt werden Lebensmittel sowie Zelte und Planen. „Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Opfer auch mittelfristig dringend auf Hilfe von außen angewiesen sind. Denn bereits vor dem Sturm war die Versorgungssituation der Menschen kritisch – nun ist sie katastrophal“, so Peter Rottach, Projektverantwortlicher der Diakonie Katastrophenhilfe Deutschland.

„Durch einen Mangrovengürtel an der Küstenlinie hätte der Zyklon Nargis einiges seiner Stärke eingebüßt und die Folgen wären nicht so dramatisch gewesen. In der Vergangenheit hat die Regierung Myanmars jedoch die Abholzung der bestehenden Mangroven und in den Küstenbereichen den Nassreisanbau gefördert“, erklärt Rottach. Die Partnerorganisation FREDA arbeitet seit Jahren an der Wiederaufforstung der Küste mit Mangroven mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe.

(Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe: PSK 23.13.300; BLZ 60.000, Kennwort „Myanmar“. Online-Spende:www.diakonie.at/katastrophenhilfe)

ISSN 2222-2464