Superintendent Sauer: „Für Jesus hatten Flüchtlinge einen besonderen Stellenwert“

Der Klagenfurter Empfang für Flüchtlinge und Menschen, die sie begleitet haben

Klagenfurt (epd Ö) – „Es ist beschämend, dass mit Angst und Fremdenfeindlichkeit immer noch politische Stimmung gemacht wird. Wer auf das Kreuz verweist, sollte wissen, dass Christus nicht Hass, sondern Versöhnung gepredigt hat, dass Christus nicht Feindbilder aufgerichtet, sondern abgebaut hat.“ Das sagte der Kärntner Superintendent Manfred Sauer bei einem Empfang, den er gemeinsam mit dem „Aktionskomitee für Menschlichkeit und Toleranz“ und der Evangelischen Pfarrgemeinde Klagenfurt Johanneskirche am 28. Mai für Flüchtlinge und Menschen, die sie begleitet haben, in der Evangelischen Johanneskirche am Lendkanal gegeben hat.

Sauer betonte bei dem Empfang, der Fremde und Heimatlose hätte für Jesus „einen ganz besonderen Stellenwert“ gehabt. Es sei „skandalös, dass auf der einen Seite Milliarden durch dubiose Machenschaften verspekuliert werden, auf der anderen Seite nur dürftige Mittel für Integration und Hilfsbedürftige eingesetzt werden“. Der Superintendent forderte: „Wir dürfen keine Festung Europa werden!“ Gebraucht würden Zuwanderer und Asylsuchende, die eine faire Chance erhalten müssten, „sich mit ihren Talenten und Begabungen einzubringen“. Sie dürften nicht weggesperrt, sondern müssten integriert werden.

Der Superintendent dankte dem „Aktionskomitee für Menschlichkeit und Toleranz“, den Pfarrgemeinden und allen Privatpersonen, die Zivilcourage bewiesen und den Flüchtlingen „in einer schwierigen Situation Unterkunft und menschliche Wärme gewährt und sie begleitet haben“.

ISSN 2222-2464