Sturm: Mit dem Weihnachtsfest Ernst machen

Ökumenisches Sozialwort und gemeinsame Stellungnahme der Kirchen zur Verfassungsfrage sind „ein Stück Mut“

17. Dezember 2003 (epd Ö) „Die große Herausforderung für Christen besteht in der Frage, wie weit sie mit dem Weihnachtsfest Ernst machten.“ Das sagte Bischof Mag. Herwig Sturm in einer Predigt zum 3. Adventsonntag, dem 14. Dezember, in der Lutherkirche in Wien-Währing. Sturm erinnerte daran, dass der Friede, den Menschen schaffen können, immer brüchig sei, und erklärte: „Wir suchen nach einem Frieden, der dauerhaft ist.“ Ein solcher Friede erweise sich am Umgang miteinander im persönlichen Bereich, im Bereich der Gemeinden, der Gesamtkirche und zwischen den Kirchen.

In diesem Zusammenhang erinnerte der Bischof an das Ökumenische Sozialwort, in dem die 14 im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich vertretenen Kirchen gemeinsam zu sozialen und gesellschaftlichen Problemen Stellung nehmen. Ebenso haben die Kirchen in einem Hearing vor dem Österreich-Konvent eine gemeinsam erarbeitete Stellungnahme zur Bundesverfassung vorgelegt. Hier äußere sich, so Bischof Sturm, „ein Stück Mut“, mit Weihnachten Ernst zu machen.

ISSN 2222-2464