Soziales im Mittelpunkt der OÖ-Landesausstellung 2015

"An einem Ort, nämlich dem Haus Bethanien des Diakoniewerks Gallneukirchen, an dem Sozialgeschichte geschrieben wurde, ist die Ausstellung besonders gut aufgehoben", sagte Landeshauptmann Josef Pühringer bei der Pressekonferenz anlässlich der oberösterreichischen Landesausstellung 2015. (Foto: Wikipedia/Schlapfm)
„An einem Ort, nämlich dem Haus Bethanien des Diakoniewerks Gallneukirchen, an dem Sozialgeschichte geschrieben wurde, ist die Ausstellung besonders gut aufgehoben“, sagte Landeshauptmann Josef Pühringer bei der Pressekonferenz anlässlich der oberösterreichischen Landesausstellung 2015. (Foto: Wikipedia/Schlapfm)

Haus Bethanien des Diakoniewerks Gallneukirchen ist Gastgeber

Wien (epdÖ) – „LebensRisken LebensChancen“, so lautet der Titel der diesjährigen oberösterreichischen Landesausstellung, die Ende April eröffnet wird. Zu sehen ist die Ausstellung, die sich mit dem Thema der sozialen Sicherung in Österreich beschäftigt, im Haus Bethanien in Gallneukirchen, das dem Diakoniewerk Gallneukirchen gehört. Bei einer Pressekonferenz am 20. April in Wien wurde die Ausstellung präsentiert.

„Erstmals beschäftigt sich eine Ausstellung mit dem Thema Soziales. Dieses Thema ist immer da, in Geschichte und Gegenwart. Es bekommt nur immer andere Gesichter“, erklärte Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer bei der Pressekonferenz in Wien. „An einem Ort, nämlich dem Haus Bethanien des Diakoniewerks Gallneukirchen, an dem Sozialgeschichte geschrieben wurde, ist die Ausstellung besonders gut aufgehoben.“ Die Landesausstellung möchte einen Bezug zur Gegenwart herstellen und sei nicht nur auf das Diakoniewerk Gallneukirchen beschränkt, sondern es solle die Gesamtthematik dargestellt werden, sagte Pühringer.

„Das Haus ist für uns ein ganz besonderer Ort“, betonte Rektorin Christa Schrauf vom Diakoniewerk Gallneukirchen. Zahlreiche soziale Impulse seien von diesem Haus ausgegangen, das lange Zeit das Mutterhaus der Gallneukirchener Diakonissen war. Mit der Landesausstellung möchte man nicht nur für die Zeit der Ausstellung etwas bewirken, sondern auch ein nachhaltiges Angebot etablieren. So wird es etwa ein Café und ein kleines Restaurant geben, in dem Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz finden. Darüber hinaus sind Wohnungen für betreutes Wohnen vorgesehen sowie ein Archiv oder etwa die Errichtung eines Veranstaltungszentrums. „Das Haus weist in die Zukunft. Das kommt nicht nur mit der Landesausstellung zum Ausdruck, sondern auch mit dem breiten Veranstaltungsprogramm“, sagte Schrauf.

Für die Ausarbeitung des Ausstellungskonzepts und die wissenschaftliche Betreuung der Ausstellung sind Brigitte Kepplinger und Irene Dyk-Ploss vom Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Johannes-Kepler-Universität Linz hauptverantwortlich. In unterschiedlichen Räumen wird die Entwicklung des gesellschaftlichen Umgangs mit zentralen Lebensrisken wie Krankheit, Alter und Arbeitslosigkeit sowie die aus den Problemlösungsstrategien erwachsenden Lebenschancen für die jeweiligen Gruppen beleuchtet.

Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bildet das Thema Inklusion und Barrierefreiheit. „Bei der Gestaltung der Ausstellung wurde versucht, nicht nur auf die Befahrbarkeit mit Rollstühlen zu achten, sondern auch für gehörlose, blinde, kleinwüchsige und demente Personen entsprechende Vermittlungsprogramme zu schaffen“, so die beiden wissenschaftlichen Leiterinnen Kepplinger und Dyk-Ploss. So wurde etwa auch eigens eine „Leichter Lesen Broschüre“ für die Ausstellung entwickelt, die Menschen mit Leseschwäche einen Zugang zur Ausstellung ermöglichen soll. Darüber hinaus gibt es auch einen wissenschaftlichen Begleitband, der das fachliche Spektrum der Ausstellung abdeckt und in dem zahlreiche Expertinnen und Experten, aber auch Künstlerinnen und Künstler zum Ausstellungsthema „LebensRisken LebensChancen“ Beiträge geliefert haben.

Alle Informationen zur Landesausstellung, die bis zum 2. November 2015 zu sehen ist sowie zum umfangreichen Begleitprogramm finden Sie im Internet unter www.landesausstellung.at.

ISSN 2222-2464