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Oberkirchenrat Schiefermair: „Öffentlich verantwortete religiöse Bildung gehört in die Schule“

Wien (epd Ö) – „Religiöse Bildung gehört in die Öffentlichkeit und hat sich auch öffentlich zu verantworten.“ Das betont der für den evangelischen Religionsunterricht zuständige lutherische Oberkirchenrat Karl Schiefermair zum Schulanfang in einem Brief an alle Unterrichtenden im Fach Evangelische Religion. In seinem Schreiben wendet sich der Oberkirchenrat scharf gegen Stimmen in der öffentlichen Diskussion, die die Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts und die allgemeine Einführung des Ethikunterrichts fordern, und erklärt: „Es ist unvorstellbar, dass es eine Mehrheit in Österreich dafür gibt, die religiöse Bildung von Kindern und Jugendlichen allein freitags in den Moscheen, samstags in den Synagogen und sonntags in den Kirchen stattfinden zu lassen.“ Für das Erlernen, Beherrschen und Anwenden der „religiösen Sprache“ gebe es die gesellschaftliche Institution der Schule „wie auch für das Erlernen der anderen ‚Sprachen‘, der eigenen, der fremden, der musikalischen, der naturwissenschaftlichen“. Daher, so unterstreicht Schiefermair in seinem Brief, „gehört öffentlich verantwortete religiöse Bildung in die Schule“.

ISSN 2222-2464