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Metropolit Anastasius von Albanien: „Es ist Aufgabe der Kirchen, den Menschen Hoffnung zu geben“

In ihrem Tagebuch auf evang.at berichtet Oberkirchenrätin Hannelore Reiner vom Eröffnungsgottesdienst der 13. Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen in Lyon

Lyon (epd Ö) – „Etwa 500 Menschen aus den verschiedenen Teilen Europas, vom hohen Norden Finnlands bis zur Mittelmeerinsel Zypern, von Schottland bis in die Slowakei, sind nach Lyon gekommen, um sich dem Thema ‚Zur einen Hoffnung in Christus berufen‘ zu stellen, sich von diesem herausfordern und zugleich ermutigen zu lassen.“ Das berichtet die lutherische Oberkirchenrätin Hannelore Reiner von der 13. Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen, die vom 15. bis 21. Juli in der Rhônestadt stattfindet.

In einem auf der Kirchenhomepage evang.at veröffentlichten Tagebuch beschreibt Reiner den Eröffnungsgottesdienst in der auf der Insel zwischen den beiden Flüssen Rhône und Saône gelegenen römisch-katholischen Kirche St. Bonaventura. Prediger war der Metropolit Anastasius von Albanien „der selbst in seiner Heimat Zerstörung und Auslöschung alles Christlichen erfahren musste, aber eben auch einen Neuanfang“. Anastasius habe betont, es sei die unaufgebbare Aufgabe der Kirchen, den Menschen Hoffnung zu geben, „weil wir Christen davon überzeugt sind, dass im Evangelium Hoffnung zu finden ist, auch in den schwierigsten Situationen.“ Als Symbol für diese Hoffnung stand, so Reiner, ein großer, aus Holz gefertigter Anker im Altarraum.

Die Vizepräsidentin des protestantischen Kirchenbundes in Frankreich, Victoria Kamondji, habe bei dem Gottesdienst ein Zeugnis aus ihrer eigenen Lebensgeschichte gegeben. Selbst aus Sierra Leone stammend, habe sie eine neue geistliche Heimat in ihrer Kirche und damit einen „festen Halt“ gefunden.

Organisatorische Probleme

In ihrem Tagebuch vermerkt die Oberkirchenrätin auch Schwierigkeiten bei der Organisation der großen Versammlung. So habe die Stadt Lyon ihr Versprechen, das Kongresszentrum samt allen Hallen kostenlos zur Verfügung zu stellen, auf die Hälfte reduziert. Neue Verhandlungen hätten sich schwierig gestaltet. Reiner: „Da zeigen sich für mich schon wesentliche Unterschiede zwischen Frankreich und Österreich. Wie sehr Bund und Länder unsere Kirchen in Österreich wie auch einzelne Pfarrgemeinden unterstützen, wird leicht als selbstverständlich gesehen. Ein Blick bloß auf die europäische Ebene zeigt, dass wir unter besonders günstigen Bedingungen in dieser Beziehung leben – zumindest zur Zeit.“

Das Tagebuch von Oberkirchenrätin Hannelore Reiner kann aufgerufen werden unter
www.evang.at/tagebuch-vollversammlung-kek-09.html

ISSN 2222-2464