Medizinischer Notstand in Somalia befürchtet

Neun Tonnen Medikamente wurden in Somalias Hauptstadt Mogadischu geflogen. Foto: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe
Neun Tonnen Medikamente wurden in Somalias Hauptstadt Mogadischu geflogen. Foto: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe bemüht sich um Gesundheitsversorgung

Wien/Mogadischu (epdÖ) – Die Lage am Horn von Afrika spitzt sich immer weiter zu, neben der Hungerkatastrophe befürchten Experten nun auch einen medizinischen Notstand in der Region. Dabei habe die Krise laut EU-Kommissarin Kristalina Georgieva noch gar nicht ihren Höhepunkt erreicht. Vor allem Frauen und Kinder seien durch Unterernährung geschwächt und bräuchten dringend Hilfe, berichtet Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe, über die aktuellen Entwicklungen in Ostafrika.

Derzeit stelle die Diakonie Katastrophenhilfe neben der Unterstützung der ländlichen Bevölkerung besonders die Gesundheitsversorgung in den Vordergrund ihrer Aktivitäten, heißt es in einer Aussendung. Am 16. August ist ein Flugzeug mit neun Tonnen Medikamenten an Bord in die somalische Hauptstadt Mogadischu geschickt worden. „Damit können wir unter anderem den laufenden Betrieb unseres Partner-Krankenhauses in Somalia bis zum Jahresende sichern“, so Lassmann.

„Dank dem Beitrag zahlreicher Spenderinnen und Spender konnte dieser Medikamententransport finanziert werden und damit für hunderte Menschen eine medizinische Versorgung sichergestellt werden“, sagt Rainer Lang von der Diakonie Katastrophenhilfe. Die Kinder und Erwachsenen in der Krisenregion seien dennoch dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Rund 12 Millionen Menschen am Horn von Afrika, darunter zwei Millionen Kinder, leiden unter der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren.

Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe: PSK 23.13.300 (BLZ 60.000), Kennwort „Somalia“, Online-Spende: www.diakonie.at/katastrophenhilfe

ISSN 2222-2464