Luther-Film startet am 12. Februar in Österreich

Aufwändiges Historiendrama unter der Regie von Eric Till über das Leben des Reformators – Bischof Sturm: Kirchenkritik geht unter die Haut

Wien, 4. Februar 2004 (epd Ö) Der große internationale Film über das Leben des deutschen Reformators Martin Luther ist ab 12. Februar in den österreichischen Kinos zu sehen. Tief beeindruckt zeigte sich der evangelisch-lutherische Bischof Mag. Herwig Sturm nach der Pressevorführung. Spannend und in einer berührenden Weise zeige der Film das wesentliche Anliegen der Reformation: „Dass uns Jesus Christus einen liebenden und befreienden Gott bezeugt und wir keine anderen Wege zu unserem Heil brauchen, als dieses zu glauben und daraus zu leben“, so Sturm gegenüber epd Ö. Die Kritik an einer Kirche, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht ist, gehe unter die Haut, ebenso die „Sehnsucht der Menschen, dass sie mit Gott ins Reine kommen, um in Würde leben zu können“.

Shakespeare in Love-Star Joseph Fiennes in der Titelrolle

Die aufwändige Produktion schildert die Jahre im Leben des Wittenberger Reformators vom Eintritt in den Augustinerorden bis zum Augsburger Reichstag 1530, auf dem das erste schriftliche und bis heute geltende Bekenntnis, die Augsburger Konfession, öffentlich verlesen wurde.

„Luther“ ist großes internationales Kino mit hochkarätigen Darstellern. Unter der Regie von Eric Till, der zuletzt mit Bonhoeffer – Die letzte Stufe Aufsehen erregte, spielt Shakespeare in Love-Star Joseph Fiennes die Titelrolle. Ihm zur Seite steht ein internationales Ensemble mit Alfred Molina (Chocolat) als Ablasshändler Tetzel, Bruno Ganz (Brot und Tulpen) als Luthers väterlicher Mentor und Sir Peter Ustinov in der Rolle des sächsischen Kurfürsten Friedrichs des Weisen. Jonathan Firth, Uwe Ochsenknecht, Mathieu Carrière und Maria Simon sind weitere klangvolle Namen auf der Besetzungsliste dieser Produktion. In Deutschland haben seit dem Filmstart am 30. Oktober inzwischen weit über zwei Millionen Menschen den Film gesehen. Damit wurde die Produktion zum Überraschungshit des Kinojahres.

ISSN 2222-2464