Landesweites Sesselmeer am Tag des Bleiberechts am 10. Oktober

Bischof Bünker, Landessuperintendent Hennefeld und Diakonie-Direktor Chalupka rufen Pfarrgemeinden zur Beteiligung auf

Wien (epd Ö) – In einem Brief an alle evangelischen Pfarrgemeinden haben der lutherische Bischof Michael Bünker, der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld und Diakonie-Direktor Michael Chalupka zur Beteiligung am „Sesselmeer“ aufgerufen. Am Freitag, 10. Oktober, dem Tag des Bleiberechts, wollen Flüchtlings-, Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen mit dieser österreichweiten Aktion auf die Notwendigkeit einer menschenwürdigen Bleiberechtsregelung hinweisen.

„Wir, die Evangelischen Kirchen und die Diakonie Österreich, werden gemeinsam mit einer Kirchenbank auf den Wiener Ballhausplatz kommen, um ein Zeichen zu setzen für eine faire und menschenwürdige Bleiberechtsregelung“, betonen Bünker, Hennefeld und Chalupka. Das Sesselmeer soll zeigen, „wieviel Platz für hier lebende integrierte Menschen vorhanden wäre“.

Es sei „hoch an der Zeit“, dass Österreich endlich ein Bundesgesetz zur Zuerkennung eines Bleiberechtes für lange hier lebende und gut integrierte AusländerInnen schaffe. Dies wäre „kein Gnadenakt, sondern lediglich der notwendige Tribut an die eigene Bundesverfassung“. Wörtlich heißt es in dem Brief: „Die Europäische Menschenrechtskonvention, die das Recht auf Privat- und Familienleben regelt, ist nämlich österreichisches Verfassungsrecht! Das Hierbleiben ist ein Recht, keine Gnade!“

In jedem Bundesland findet am 10. Oktober mindestens ein Sesselmeer statt. Nähere Infos unter: www.bleiberecht.at

ISSN 2222-2464