Kirchen stellen sich hinter Regionalspitäler

Kärnten: Menschliche Betreuung bei den Elisabethinen und in Waiern muss berücksichtigt werden

Klagenfurt, 06. März 2002 (epd Ö) In die Diskussion um die Zukunft der Regionalspitäler haben sich nun auch die kirchlichen Würdenträger eingeschaltet. Der römisch-katholische Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz bezeichnete am Freitag, 1. März, die Infragestellung des Elisabethinen-Krankenhauses in Klagenfurt als „völlig unverständlich“. Bei seinen vielen Begegnungen mit Menschen zeigten sich die Patienten des Elisabethinen-Krankenhauses für die ärztliche und pflegerische Betreuung, vor allem aber auch für die für Kranke so wichtige menschliche Gesamtatmosphäre besonders dankbar und lobend. Den vielen Protesten gegen die Schließungs- oder Umwandlungspläne will sich der Bischof daher „überzeugt anschließen“.

„Mit großem Schock“ hat der evangelische Superintendent Mag. Manfred Sauer die Diskussion verfolgt. Betroffen wäre auch das Krankenhaus Waiern. Der Rektor der dortigen Diakonie, Mag. Arno Preis, ist selbst nach einem Gespräch mit Landeshauptmann Jörg Haider, in dem dieser auf Beruhigung setzte, nicht entwarnt. „Weil sich Staatssekretär Waneck vorstellen kann, die kleinen Spitäler in Pflegestationen umzuwandeln.“ Preis warnt vor Nachteilen für Patienten und Angehörige und volkswirtschaftlichem Schaden. Die Verlegung von Patienten würde einen enormen Kostenzuwachs bedeuten, weil die Kosten pro Belegstag in Waiern 40 Prozent unter dem Kärnten-Satz liegen.

ISSN 2222-2464