Initiative „3000 Kinderleben“ startete Straßenaktion

(v.l.:) Franz Küberl, Ferdinand Lacina, Franz Fischler, Altbischof Herwig Sturm und Gerhard Schuhmann von Licht für die Welt bei der Aktion vor dem Parlament
(v.l.:) Franz Küberl, Ferdinand Lacina, Franz Fischler, Altbischof Herwig Sturm und Gerhard Schuhmann von Licht für die Welt bei der Aktion vor dem Parlament

„Menschlichkeit zeigen“ statt Mittel für Entwicklungszusammenarbeit kürzen

Wien (epd Ö) – Mit einem Appell, „Menschlichkeit“ zu zeigen, anstatt das Budget im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) zu kürzen, wendet sich die Initiative „3000 Kinderleben“ an die Regierung. Am Mittwoch haben Vertreter der Initiative vor dem Parlament in Wien 3000 Kreuze aufgestellt, um zu verdeutlichen, was die EZA-Kürzungen bedeuten. Getragen wird die Initiative von der Caritas, der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, Licht für die Welt, dem Ökosozialen Forum und zahlreichen anderen Organisationen wie etwa der evangelischen Aktion „Brot für Hungernde“. Mehrere Proponenten wie Franz Küberl, Franz Fischler, Ferdinand Lacina oder der evangelisch-lutherische Altbischof Herwig Sturm unterstützen die Initiative. Obwohl es noch keine Richtungsänderung bei den Kürzungen gegeben habe, sei es für eine Kehrtwende noch nicht zu spät, „Finanzminister und Kanzler können noch immer für die Menschlichkeit entscheiden“, so die Proponenten.

In persönlichen Gesprächen mit den Nationalratsabgeordneten gebe es „sehr viel Zustimmung für unser Anliegen“, das EZA-Budget „nicht wie geplant zusammenzustutzen“, teilten Vertreter der Initiative mit. „Aber der Mut fehlt, konkrete Taten für die Ärmsten der Armen in den Entwicklungsländern folgen zu lassen.“

Wenn die Regierung in den nächsten vier Jahren tatsächlich 83 Millionen Euro weniger an Entwicklungshilfe investieren sollte, würden 900.000 Menschen Hunger leiden und 3000 Kinder an den Folgen sterben. „Die Passanten ließ dieses Zukunftsszenario jedenfalls nicht kalt“, berichteten die Vertreter der Initiative von der Straßenaktion: „Viele konnten nicht verstehen, warum gerade bei den Schwächsten gekürzt werden muss.“ Auf dem Wege einer eigenen Web-Kampagne (www.3000kinderleben.at/) wurden bereits 25.500 Protest-Mails von Unterstützern aus ganz Österreich an die Nationalratsabgeordneten verschickt.

ISSN 2222-2464