Graz: Ökumenisches Friedensgebet für Ukraine

Die Polizei geht am Majdan Nesaleschnosti in Kiev, dem Zentrum der Proteste, gegen Demonstranten vor. Das Bild wurde am 19. Februar 2014 aufgenommen. (Foto: wikipedia/Amakuha)
Die Polizei geht am Majdan Nesaleschnosti in Kiev, dem Zentrum der Proteste, gegen Demonstranten vor. Das Bild wurde am 19. Februar 2014 aufgenommen. (Foto: wikipedia/Amakuha)

Schwierige Situation für Evangelische Kirche vor Ort

Graz (epdÖ) – Angesichts der dramatischen Lage in der Ukraine luden kirchliche Einrichtungen in der Steiermark am 25. Februar in Graz zu einem gemeinsamen Taizégebet für Frieden und Gerechtigkeit ein.

„Tief betroffen und mit großer Besorgnis und Anteilnahme haben wir die Ereignisse am Maidan-Platz in Kiew verfolgt“, erklärte der Seelsorger der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Graz, Alois Kölbl, der die vergangene Woche in Kiew verbracht hatte, gegenüber „Kathpress“. Besondere Gebetsanliegen seien vor allem Frieden, Gerechtigkeit und demokratische Strukturen. Die Grundstimmung auf dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum von Kiew sei ruhig und friedlich gewesen, berichtete der Hochschulseelsorger. „Sicher gibt es immer gewaltbereite Menschen. Die meisten Leute demonstrieren dort aber friedlich gegen ungerechte Strukturen und die Beschneidung ihrer demokratischen Rechte“, betonte Kölbl.

Über die deutschsprachige evangelische Gemeinde in Kiew und die Deutsche Evangelisch-lutherische Kirche der Ukraine (DELKU) sagt Pfarrer Uwe Seidner (Wolkendorf, Rumänien) in einem Interview mit den „Kirchlichen Blättern“, der Kirchenzeitung der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien: „Die DELKU ist in einer überaus schwierigen Lage, weil sie besonderen Wert auf Ausgeglichenheit und Neutralität legen muss: So wie die gesamte ukrainische Gesellschaft unterteilen sich auch die Kirchenglieder der DELKU in einen kulturell eher der ukrainischen Seite nahestehenden und einen eher mit der russischen Seite sympathisieren den Teil.“ Auch die Situation der Gemeinde in Kiew sei alles andere als einfach. „Die St. Katharinenkirche befindet sich ja direkt im Zentrum der Stadt, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Protesten.“

In Anbetracht der dramatischen Lage in der Ukraine widmeten die Katholische und die Evangelische Hochschulgemeinde, die Junge Kirche Steiermark und das Augustinum ihr monatliches Taizégebet im Februar dem Frieden und der Gerechtigkeit in der Ukraine.

ISSN 2222-2464