GEKE-Präsident Altbischof Friedrich Weber verstorben

Der geschäftsführende Präsident der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa Altbischof Friedrich Weber ist in der Nacht auf den 20. Jänner seinem Krebsleiden erlegen. (Foto: GEKE)
Der geschäftsführende Präsident der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa Altbischof Friedrich Weber ist in der Nacht auf den 20. Jänner seinem Krebsleiden erlegen. (Foto: GEKE)

Co-Präsident Locher: „Evangelische Kirchen haben wichtige Stimme verloren“

Braunschweig (epd/epdÖ) – Der geschäftsführende Präsident der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), Altbischof Friedrich Weber, ist tot. Der 65-Jährige starb in der Nacht zum 20. Januar in einer Klinik in Frankfurt am Main, wie ein Sprecher der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig am 20. Jänner mitteilte. Weber war von 2002 bis April vergangenen Jahres evangelischer Landesbischof in Braunschweig. Im Herbst war er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt.

„Wir werden seine liebenswürdige Art und sein stets wohlwollendes Auftreten vermissen“, sagt Co-Präsidentin Klára Tarr Cselovszky in einer ersten Stellungnahme. „Unsere Fürbitte und Anteilnahme gilt seiner Familie. Die Lücke, die er hinterlässt, schmerzt uns persönlich und als Kirchengemeinschaft in Europa.“

Der Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes und Co-Präsident der GEKE, Gottfried Locher, würdigt das Engagement Friedrich Webers für die evangelischen Kirchen in Europa: „Weber war ein unermüdlicher Befürworter des Leuenberg-Gedankens und als solcher bis zuletzt in Kirchen und an Universitäten in ganz Europa unterwegs. Die Evangelischen in Europa haben eine wichtige Stimme verloren.“

Von 2005 bis 2014 war der im hessischen Wetzlar geborene Weber auch Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands. Sechs Jahre lang stand er zudem an der Spitze der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen. Im Jahr 2007 übernahm er den Vorsitz des Kuratoriums des Konfessionskundlichen Instituts des Evangelischen Bundes im südhessischen Bensheim.

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ISSN 2222-2464