Evangelischer Oberkirchenrat kritisiert OGH-Urteil

„Jedes Leben ist geschenktes Leben“

Wien (epd Ö) – Der Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche A. und H.B. in Österreich hat sich der Kritik der römisch-katholischen Bischofskonferenz an einem Urteil des Obersten Gerichtshofes angeschlossen. Die Justiz hatte einem Kärntner Elternpaar vor einigen Tagen für eine falsch interpretierte Pränataldiagnose Schadenersatz für ihr behindert geborenes Kind zugesprochen.

„Jedes Leben ist geschenktes Leben“, bekräftigt der Evangelische Oberkirchenrat in seiner Stellungnahme vom 11. März. Das Leitungsorgan der Evangelischen Kirche teilt die Befürchtung der römisch-katholischen Bischöfe, „dass nunmehr im Zweifelsfalle Spitäler und Ärzte, schon um sich vor Rechtsfolgen einer unterlassenen oder fehlerhaften Beratung zu schützen, den Schwangerschaftsabbruch durch Mütter und Eltern indirekt hervorrufen, unabhängig von individuellen Fällen und ihrer Betreuung.“

ISSN 2222-2464