Evangelische PfarrerInnen über ihre Konversion

Das Buch „Meine persönliche Reformation. Warum ich konvertiert bin“ (Styria Verlag 2017) wurde am 19. April in Wien präsentiert und ist um € 19,90 beziehbar online im Shop von evang.at. (Foto: M.Schomaker)
Das Buch „Meine persönliche Reformation. Warum ich konvertiert bin“ (Styria Verlag 2017) wurde am 19. April in Wien präsentiert und ist um € 19,90 beziehbar online im Shop von evang.at. (Foto: M.Schomaker)

Buchpräsentation von „Meine persönliche Reformation“ in Wien

Wien (epdÖ) – Keine Generalabrechnung mit der Römisch-katholischen Kirche, aber Glaubens- und Lebensgeschichten, die irgendwann zum Wechsel der Konfession geführt haben, schildert das kürzlich erschienene Buch „Meine persönliche Reformation. Warum ich konvertiert bin“, herausgegeben von Matthias Geist und Maria Katharina Moser. Darin erzählen evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer, was sie bewogen hat, von der Römisch-katholischen zur Evangelischen Kirche zu konvertieren. Am 19. April wurde das Buch in der Wiener Buchhandlung Herder offiziell vorgestellt.

„Was ich spannend finde, ist, dass in den Texten der acht Autorinnen und Autoren keine Ablehnung der Römisch-katholischen Kirche spürbar ist“, erklärte Bischof Michael Bünker, der die Einleitung zu dem Buch geschrieben hat. Vielmehr käme darin einfach zum Ausdruck, dass Menschen ihre Religion heute frei wählen, dies sei ein neues Phänomen. Für die Evangelischen Kirchen seien die konvertierten Pfarrerinnen und Pfarrer jedenfalls „ein Benefit“, weil sie „religiös mehrsprachig“ seien und nicht nur die Sprache der eigenen Konfession kennen würden. „So eine Mehrsprachigkeit wird immer wichtiger für das Zusammenleben der Religionen“, so der Bischof. Die Menschen in dem Buch würden auch zeigen, dass die Vorstellung, es ginge der Gesellschaft besser, wenn wir nur unter uns blieben, so nicht aufrechtzuerhalten sei.

„Beim Lesen des Buches war es für mich sehr spannend, die Glaubensgeschichten der Pfarrerinnen und Pfarrer mitzuerleben. Und was mich überrascht hat: Das Buch ist keine Generalabrechnung mit der Römisch-katholischen Kirche“, sagte Friederike Dostal, Leiterin des Referats für Erwachsenenkatechumenat der Erzdiözese Wien. „Mir ist es wichtig, dass jede und jeder ihren bzw. seinen Zugang zu Christus findet.“ Für Dostal gehört „Evanglisch-Sein einfach dazu“. Bereits in der Schulzeit habe sie Kontakt zu Evangelischen gehabt, insbesondere durch den evangelischen Religionslehrer an ihrer Schule. „Es gibt jedenfalls mehr, das uns verbindet, als das uns trennt. Und Christ sein kann man auf viele Weisen.“

Im anschließenden Gespräch mit den anwesenden Autorinnen und Autoren war spürbar, dass das Verfassen der eigenen religiösen Biographie für diese spannend und aufschlussreich war. Die vorgetragenen Ausschnitte aus dem Buch präsentierten unterschiedliche Wege in die Evangelische Kirche. Das Buch „Meine persönliche Reformation. Warum ich konvertiert bin“ (Styria Verlag 2017) ist um € 19,90 hier online beziehbar sowie über den Evangelischen Presseverband (Tel. 01 712 54 61) oder im Buchhandel erhältlich.

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ISSN 2222-2464