Bischofswechsel in der Steiermark

Gratulationen an Kapellari – Miklas: Bewährten steirischen Weg der Ökumene fortsetzen – Weber war Sympathieträger für die Kirchen

Graz, 14. März 2001 (epd Ö) Zur Bestellung zum neuen Diözesanbischof von Graz-Seckau hat der steirische Superintendent Mag. Hermann Miklas dem bisherigen Kärntner Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari gratuliert. In einem an Kapellari gerichteten Schreiben vom 13. März drückt der Superintendent auch namens der Diözese Steiermark der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich seine Freude darüber aus, „dass die Steiermark mit Ihnen einen Bischof bekommen wird, der sowohl mit Land und Leuten von Jugend an bestens vertraut ist – wie auch bereits langjährige Erfahrung in der Leitung einer Diözese mitbringt“. Miklas verweist auf die ökumenische Situation des Landes, die geprägt sei „durch ein besonders sensibles Aufeinander-Achthaben und getragen von tiefem gegenseitigem Respekt der christlichen Konfessionen“. Der Superintendent betont: „Wir wollen nicht auf oberflächliche Nivellierung setzen, aber miteinander hören auf den, der der Herr unserer Kirchen ist. Ich bin sicher, dass mit Ihrer Hilfe dieser bewährte steirische Weg fortgesetzt werden kann.“

In einem Schreibem vom 15. März hat der Bischof der Evangelischen Kirche A.B., Mag. Herwig Sturm, dem neu ernannten Bischof der Diözese Graz-Seckau gratuliert. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie in Graz an die guten Zeiten Ihres früheren Wirkens anschliessen können und in der viel größeren Diözese schnell zu Hause sind“, schreibt Sturm an Kapellari. Die Evangelische Kirche in der Steiermark sei noch stärker zerstreut als in Kärnten, es gebe dort jedoch „kräftige Impulse zur Gestaltung der Kirche im Dienst an der Welt“.

In seinem Bericht vor der steirischen Superintendentialversammlung am 10. März hatte Superintendent Miklas den zurückgetretenen Vorgänger Kapellaris, Diözesanbischof Dr. Johann Weber, gewürdigt. Miklas bezeichnete Weber als einen „stets verlässlichen Geprächspartner mit einem weiten ökumenischen Herzen“. Er dankte dem scheidenden Bischof „für die gute Zusammenarbeit, für so manchen Anstoß zu gemeinsamen Initiativen und nicht zuletzt dafür, dass er durch seine warmherzige Ausstrahlung über die Konfessionsgrenzen hinweg ein Sympathieträger für die Kirchen in der Steiermark und den christlichen Glauben insgesamt war“.

ISSN 2222-2464