Aktion „ProChrist mobil“ startete in Wien

70 Smarts in ganz Österreich im Einsatz

Wien, 23. November 2005 (epd Ö) – Für die Veranstalter sind die 70 orange-schwarzen Smarts mit den deutschen Kennzeichen die „kleinste Kirche der Welt“: Am Dienstag parkten sie vor der größten Kirche Österreichs, um den Auftakt der Aktion „ProChrist mobil“ in Szene zu setzen. In den kommenden sieben Wochen werden die Smarts in ganz Österreich unterwegs sein. Interessierte sind eingeladen, mitzufahren und Gespräche über den Glauben zu führen. Organisiert wird die Aktion von ProChrist, einer evangelistischen Initiative, der einzelne Personen aus der Evangelischen und der Römisch-katholischen Kirche sowie aus evangelikalen Gemeinden und Freikirchen angehören.

Gestartet ist die rollende Gemeinde am 18. Mai vor dem Berliner Dom. Seither hat jeder Smart rund 14.000 Kilometer zurückgelegt. „Wir kommen zu euch“, erläuterte Ulrich Parzany, Leiter von ProChrist, die Idee, die in Wien von 14 evangelikalen Gemeinden bzw. Initiativen unterstützt wird. Die „Piloten“, wie die Fahrer der Wagen genannt werden, seien in der Regel Laien, die von ihrem Leben berichten würden. Rund zehn Smart-Piloten sind bereits seit Beginn der Tour dabei, die übrigen 90 kommen aus Österreich und engagieren sich nur auf Zeit.

Sieben Wochen lang werden die Teams nun zunächst zwei Wochen in Wien und dann bis zum 1. Jänner 2006 in ganz Österreich unterwegs sein. In Fußgängerzonen oder an belebten Plätzen wie Schönbrunn werden sich die kleinen Flitzer in Siebenergruppen aufbauen. Denkbar seien auch unkonventionelle Aktionen wie in Berlin, wo sich eine Gruppe nachts vor einer Disco postiert hatte, um den Besuchern die kostenlose Heimfahrt anzubieten, so Parzany. Auch einen Kilometer tief in ein Bergwerk zu den Kumpels sei man schon gefahren. Das Konzept der Gesprächseinladung gehe dabei voll auf, freute sich Parzany: „In diesen Smarts ist auch Rotz und Wasser geheult worden.“ Dies zeige den Bedarf.

ProChrist sei „eine von mehreren Möglichkeiten, mit Menschen, die den Kontakt zu den Kirchen verloren haben und vom Evangelium nichts mehr wissen, ins Gespräch über den christlichen Glauben zu kommen“, schreibt RA Dr. Peter Krömer in einem Grußwort für die Aktion. ProChrist mobil, so der Präsident der evangelischen Generalsynode, zeige, „dass wir als Kirche uns zu den Menschen bewegen müssen und nicht umgekehrt“.

„Taxi-Orange und Ähnliches stehen hier schon ein bisschen Pate“, gestand auch Johannes Fichtenbauer von der Erzdiözese Wien bei der Pressekonferenz. „Die Verkündung des Evangeliums hat kein konfessionelles Mascherl“, begründete Fichtenbauer das Engagement der Katholischen Kirche bei der mit insgesamt 1,2 Mio. Euro veranschlagten Aktion.

ISSN 2222-2464