XIII. Europäischer Kongress für Theologie tagt in Wien

Grenzen und Grenzerfahrungen in Religion und Kultur

Wien (epd Ö) – „Kommunikation über Grenzen“ lautet das Thema des XIII. Europäischen Kongresses für Theologie, der vom 21. bis 25. September an der Universität Wien stattfindet. Mehr als 300 TheologInnen und ReligionswissenschaftlerInnen diskutieren bei dem Treffen über Grenzen und Grenzerfahrungen auf dem Gebiet von Religion und Kultur. Den Eröffnungsvortrag hält der ehemalige Vizekanzler und Koordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa und Präsident des Europäischen Forums Alpbach, Dr. Erhard Busek. Veranstalter des internationalen Kongresses, der alle drei Jahre stattfindet, sind die Wissenschaftliche Gesellschaft für Theologie in Berlin sowie die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Wien.

Wie der Vizedekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät, Univ.-Prof. Dr. Ulrich H.J. Körtner, erklärt, kreisen „politische und kulturelle Diskurse, wie der europäische Integrationsprozess, die Globalisierung und das Wiedererstarken der Religion(en), die Debatte über Migration, Integration und Assimilation oder auch der heutige Gender-Diskurs um bestehende Grenzen, ihre Überwindung oder ihre Verteidigung, um Grenzverschiebungen und die Errichtung neuer Grenzen“. Vor diesem Hintergrund beleuchtet, so Körtner, der Kongress Themen wie „die Bedeutung von Grenzen und ihrer Aufhebung für Identitätsbildung und Identitätswandel, für Zugehörigkeit, Ordnung, Verständigung und Orientierungsgewinn“. Auch die Grenzen zwischen den Konfessionen und Religionen sowie die Rolle von Zivilreligion und Zivilgesellschaft in der modernen pluralistischen Gesellschaft zählen zu den Themenschwerpunkten.

Die Morgenandachten auf dem Kongress halten die Wiener Pfarrerin Dr. Ines Knoll, der Bonner Religionspädagoge Professor Dr. Michael Meyer-Blanck und Bischof Dr. Michael Bünker.

ISSN 2222-2464