Wissenschaftliche Begleitstudie zum Sozialwort erschienen

Wien, 30. November 2005 (epd Ö) – „Perspektiven ökumenischer Sozialethik. Der Auftrag der Kirchen im größeren Europa“ ist der Titel der wissenschaftlichen Begleitstudie zum Sozialwort, die am Donnerstag, 24. November, in der Universität Wien präsentiert wurde. Mit diesem Buch liege erstmals eine Darstellung der Sozialethik aus ökumenischer Perspektive vor, so die federführende Autorin Prof. Dr. Ingeborg Gabriel vom Institut für katholische Sozialethik der Universität Wien. Neben Gabriel fungieren der Wiener evangelische Theologe Prof. Dr. Ulrich Körtner und Prof. Dr. Alexandros Papaderos, Generaldirektor der Orthodoxen Akademie Kretas, als Autoren.

Die Studie stellt die orthodoxe, katholische und evangelische Sozialtheorie in Grundzügen dar und zeigt so Übereinstimmungen, aber auch Differenzen als Basis für zukünftige Diskussionen und Projekte auf. Reflektiert werde, „was Kirchen an Sozialethik formulieren und praktizieren“, erklärte Körtner. Unterschiede bestünden nicht nur im inhaltlichen, sondern auch im methodischen Bereich. In einem sich ständig wandelnden Europa werden sich Kirchen, so Körtner, mit der Frage nach den Grenzen Europas intensiv auseinander setzen müssen. Wie sich etwa Kirchen in der EU „glaubwürdig Gehör verschaffen“, ohne dabei im säkularisierten Europa einen Monopolanspruch zu erheben, stelle eine besondere Herausforderung dar.

ISSN 2222-2464