Wien: Strahlendes Kleinod an der Triester Straße

Die neue Beleuchtung der Christuskirche in Wien-Favoriten wurde erstmals im Rahmen eines Festgottesdienstes am 12. September eingeschaltet. Foto: Superintendentur Wien
Die neue Beleuchtung der Christuskirche in Wien-Favoriten wurde erstmals im Rahmen eines Festgottesdienstes am 12. September eingeschaltet. Foto: Superintendentur Wien

Evangelische Christuskirche jetzt jeden Abend festlich beleuchtet

Wien (epdÖ) – Einen neuen, nächtlichen Akzent mitten im hektischen Verkehrstreiben an der Triester Straße bildet die Evangelische Christuskirche: Der markante, historische Bau wird nun täglich von Einbruch der Dunkelheit bis 23 Uhr von acht Strahlern beleuchtet. Am 12. September wurde im Rahmen eines feierli-chen Gottesdienstes die Beleuchtung erstmals eingeschaltet. „Die leuchtende Kirche in der Nacht soll ein Hoffnungszeichen für die Menschen sein in der Dunkelheit des Lebens“, sagte Pfarrer Michael Wolf in seiner Ansprache.

„Die Evangelische Christuskirche ist ein Kleinod“, sagte Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Josef Kaindl, der die erkrankte Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner beim Festakt in der Christuskirche vertrat. Die strahlende Kirche solle die vorbeirauschenden AutofahrerInnen daran erinnern, dass es noch Wichtigeres gebe als den schnellen Weg zum Fahrtziel. Vielleicht führen viele dann konzentrierter und vorsichtiger, so Kaindl. „Und wir bekennen uns zu jedem einzelnen Cent, betonte er und fügte hinzu, dass sich der Bezirk dafür stark machen wolle, dass die Evangelische Christuskirche samt des Evangelischen Matzleinsdorfer Fried-hofs noch stärker ins Bewusstsein von Favoriten rückt“. Der Gottesdienst wurde vom Gospelchor „tonArt“ unter der Leitung von Melitta Ebenbauer musikalisch begleitet.

Für die Installation investierte der Bezirk Wien-Favoriten, in dem sich die Christuskirche befindet, 51.000 Euro. Auch die laufenden Kosten für die Beleuchtung von jährlich etwa 200 Euro werden übernommen. Für die Evangelische Gemeinde geht mit der illuminierten Kirche ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. „Nach 13 Jahren Diskussion ist es soweit“, freute sich Pfarrer Wolf. Seit 13 Jahren trat die Pfarrgemeinde immer wieder mit dem Anliegen vor den Bezirk, der bedeutende Kirchenbau möge als eines der wichtigsten Wahrzeichen des 10. Bezirks abends angestrahlt werden. Erbaut wurde die Christuskirche 1858 nach den Plänen des Architekten Theophil Hansen, der heuer vor genau 200 Jahren geboren wurde.

ISSN 2222-2464