Wien-Simmering: Diakoniesonntag literarisch interpretiert

Diakoniesonntag in Wien-Simmering: Pfarrerin Maria Katharina Moser, Ruth Oberhuber, Iris Hanousek-Mader, Leiterin der Diakoniewerkstatt Gallneukirchen, und Stefan Mann (v.l.). Foto: Martina Schomaker
Diakoniesonntag in Wien-Simmering: Pfarrerin Maria Katharina Moser, Ruth Oberhuber, Iris Hanousek-Mader, Leiterin der Diakoniewerkstatt Gallneukirchen, und Stefan Mann (v.l.). Foto: Martina Schomaker

Pfarrerin Moser: „Jeder hat eine besondere Gabe“

Wien (epdÖ) – Dichterisch ausgelegt wurde das Thema des diesjährigen Diakoniesonntags „Viele Glieder – Ein Leib“ am 15. April in der Glaubenskirche in Wien-Simmering. Pfarrerin Maria Katharina Moser hatte mit Ruth Oberhuber und Stefan Mann zwei SchriftstellerInnen eingeladen, die mit Trisomie 21 leben und fester Bestandteil der Literaturwerkstatt des Diakoniewerks Gallneukirchen sind. In der Glaubenskirche lasen sie aus Texten, die sich dem Thema Hoffnung, Glaube und Mitmenschlichkeit widmeten.

Pfarrerin Moser verwies mit Blick auf die künstlerische Begabung  der beiden LiteratInnen, die als SchauspielerInnen auch der Theatergruppe „Malaria“ des Diakoniewerks angehören – auf das zentrale Motiv der Begabung, das im Mittelpunkt des Diakonie-Sonntages stand: „Jeder hat eine besondere Gabe, jeder kann etwas besonders gut.“ Diese Gabe als Teil – zum Beispiel einer Pfarrgemeinde – in das Ganze der Gemeinschaft einzubringen und die Gaben anderer wertzuschätzen sei essentiell, schlug Moser auch den Bogen zu den derzeit stattfindenden Gemeindevertretungswahlen. „Durch unsere verschiedenen Gaben wird unsere Gemeinde bunt und vielfältig.“

Die Diakonie und die Evangelischen Kirchen haben 2013 erstmals den „Diakoniesonntag“ ins Leben gerufen, der seitdem österreichweit jedes Jahr im Frühjahr gefeiert wird. Ziel des Diakoniesonntags ist es, neue Impulse zu liefern und diakonisches Handeln sichtbar zu machen. Das diesjährige Leitthema „Viele Glieder – ein Leib“ befasste sich in Anlehnung an den ersten Korintherbrief mit der Teilhabe aller in Gemeinschaften.

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ISSN 2222-2464