Wien: Musikalischer Festgottesdienst zum 80er von Werner Horn

Altsuperintendent Werner Horn mit seiner Frau Gerlinde. Archivbild epd/Uschmann
Altsuperintendent Werner Horn mit seiner Frau Gerlinde. Archivbild epd/Uschmann

Mit Live-Mitschnitt der Bach-Kantate

Wien (epdÖ) Gemeinsam feiern, Gott danken und musizieren – diese drei „Geschenke“ haben am Samstagabend, 22. September, fast 300 Gäste Altsuperintendent Werner Horn gemacht. Zu Ehren seines 80. Geburtstags kamen sie zu einem Festgottesdienst in der Gustav-Adolf-Kirche in Wien-Gumpendorf zusammen. Für die Feierstunde hatte sich eigens ein „Werner Horn 80er“-Projektorchester gegründet.

Lob und Anerkennung sprachen dem Jubilar Weihbischof Helmut Krätzl, der Direktor der Johann-Sebastian Bach Musikschule Hanns Christian Stekel sowie Gumpendorfs Altkuratorin Ellen Nebenführ in ihren Grußworten aus. Besonders unterstrichen wurden dabei seine Verdienste in den 21 Jahren als Wiener Superintendent (1982 – 2003), in denen er u.a. den Ausbau des evangelischen Schulwesens förderte und die diözesane Kirchenmusik belebte. „Als Du 1982 Dein Amt als Superintendent angetreten hast, begann auch Deine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in der Abteilung Kirchenmusik“, sagte sein Nachfolger, der derzeitige Superintendent Hansjörg Lein. Diese Erfahrung und seine Leidenschaft für die Musik habe Werner Horn immer wieder eingebracht in seine Arbeit. Er sei wesentlich an der Gründung der Johann-Sebastian Bach Musikschule beteiligt gewesen, die im kommenden Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert.

„Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt“, zitierte Lein Albert Schweitzer. Dass Werner Horn seine Ideale weiterhin pflegt, zeigte der Festgottesdienst in den Ansprachen und in den musikalischen Beiträgen deutlich. Horn unterstützt nach wie vor die Kirchenmusik. Kein Wunder also, dass das Projektorchester aus SchülerInnen, AbsolventIinnen, LehrerInnen, Studierenden sowie BerufsmusikerInnen bestand.

Die musikalische Kostbarkeit des Dankgottesdienstes war gleichzeitig dessen Rahmen: Das Projektorchester intonierte Teile der Bach-Kantate „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“. Zu hören waren dabei die Wiener Evangelische Kantorei unter Leitung von Martin Zeller sowie die Solisten Mei-qun Duan (Sopran), Daniel Johannsen (Tenor) und Johannes Feigl (Bass). Mitorganisatorin und Wiener Diözesankantorin Yasuko Yamamoto spielte die Orgel. Das Gemeinschaftswerk berührte den Jubilar doppelt: nicht nur, dass es zu seinen Ehren aufgeführt wurde, sondern auch, weil er selbst als Mitglied der Kantorei mitwirkte. „Danke, dass ihr mir meinen Traum erfüllt habt“, freute sich Werner Horn. Auch das mit allen Gottesdienstbesuchern achtstimmig gesungene Halleluja war ein besonderes Hörerlebnis, das nicht nur Horn bewegte.

Im Live-Mitschnitt können Sie den 1. Choral der besonderen Aufführung nachhören:

Schlagworte: |

ISSN 2222-2464