Wien: Interreligiöses Jugend-Fußballturnier soll Vorurteile abbauen

Katholische, Evangelische und Muslimische Jugend laden am 22. Juni zu „kick’n’pray“ – Bundesliga-Fußballer Akagündüz, Weihbischof Scharl, Superintendent Lein und Präsident Schakfeh sind als „Promi-Kicker“ dabei

Wien (epd Ö) – Die Katholische, die Evangelische und die Muslimische Jugend laden am kommenden Sonntag in Wien zu einem Fußballturnier der besonderen Art: Unter dem Motto „kick’n’pray“ werden Jugendliche verschiedener Religionen in gemischten Mannschaften miteinander Fußball spielen.

Durch das Turnier sollen die Jugendlichen „beim gemeinsamen ‚Sporteln‘, Beten und Feiern einander kennen lernen und so Vorurteile abbauen“, heißt es von den Veranstaltern. Anpfiff zu dem interreligiösen Fußballturnier ist am 22. Juni um 14.30 Uhr auf dem Sportplatz in der Kriehubergasse 18 in Wien-Margareten. Die Final-Begegnungen des Turniers finden ab 19 Uhr statt. ORF-Sportkommentatorin Ulrike Schwarz wird die Spiele live kommentieren.

Aus allen Jugendlichen wird auch eine Mannschaft gelost, die um 18.45 Uhr gegen ein interreligiös zusammengesetztes „Promi-Team“ antritt. Zugesagt haben dafür bereits der Wiener Weihbischof Franz Scharl, Anas Schakfeh, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, der Wiener evangelische Superintendent Hansjörg Lein und der 10-fache österreichische Nationalspieler Muhammet Akagündüz, der derzeit beim Bundesligaklub SV Ried spielt.

Nach dem Finale treffen sich die Turnier-Teilnehmer um 19.45 Uhr vor der Jugendkirche Wien (Wiedner Hauptstraße 97, 1050 Wien) zu einem multireligiösen Gebet. Im Anschluss können sich Sieger wie Verlierer bei einem Fest unterhalten, die Rockband „SO:JA“ sorgt für den musikalischen Rahmen. Für alle Fußballfans wird ab 20.45 Uhr natürlich auch das letzte Viertelfinalspiel der Europameisterschaft zwischen Spanien und Italien im Pfarrsaal der Pfarre St. Florian gezeigt.

ISSN 2222-2464