Wien: Erste „Lange Nacht der Kirchen“ am 10. Juni

Mehr als 1200 Programmpunkte in 190 Kirchen

Wien, 2. Juni 2005 (epd Ö) – Es soll eine „Nacht der Begegnung, der Lebendigkeit und der Vielfalt“ werden: In der Nacht vom 10. Juni 2005 laden von 18 Uhr abends bis 1 Uhr morgens die 14 christlichen Kirchen in ökumenischer Zusammenarbeit zu 1200 Veranstaltungen unterschiedlichster spiritueller Traditionen in 190 Wiener Gotteshäuser ein. Stille, Begegnung und Diskussionen, Musik und Gebet sind die zentralen Programmelemente.

Nach einem Jahr Vorbereitungszeit wurde am Mittwoch, 1. Juni, das Programm der Öffentlichkeit präsentiert. „Um den Alltag zu unterbrechen, brauchen Menschen in der Großstadt den Augenblick des Festes oder der Intensität des Erlebens. Das Leistungsdenken muss durchbrochen werden, damit jede Nacht zu einer heiligen werden kann, in der Zeit für alle Sinne ist, für Begegnung und Erotik und für die Achtung voreinander“, sagte Mag. Hansjörg Lein, Superintendent der Evangelischen Kirche A.B. in Wien. „Kirchen sind nicht verstaubt und langweilig. Nicht nur die Räume sind heilig, sondern auch die Menschen, die sich versammeln.“

Bischofsvikar Karl Rühringer (Erzdiözese Wien) und Oberin Prof. Christine Gleixner vom Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich hoben hervor, dass der Anstoß für dieses Event „von der Basis“ kam. Kirchen stellten eine große Bereicherung der Stadt in ihrer Vielfalt dar. Menschen aus allen Kulturen und Sprachen sind eingeladen und gestalten zahlreiche Programmangebote auch mit. Gleixner betonte, dass in dieser Nacht „die Anliegen für diese Stadt Wien im Mittelpunkt stehen“. Das Motto „Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unserer Zeit“ knüpfe an den Christentag 1999 an.

Ferdinand Klaban von der Römisch-katholischen Gemeinde Rossau stellte neue Ideen wie die „After-Work-Kirche“ oder ein Kerzenlabyrinth vor und erinnerte an den großen Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

20 evangelische Gemeinden in Wien beteiligen sich an dem Event „Lange Nacht der Kirchen“. Nähere Informationen: www.langenachtderkirchen.at

ISSN 2222-2464