Wien: Blumen pflanzen für das gute Testament

Pflanzten zum Dank an SpenderInnen Vergissmeinnicht: Brot für die Welt, Diakonie Flüchtlingsdienst und Diakonie Katastrophenhilfe. Foto: Schedl/Vergissmeinnicht
Pflanzten zum Dank an SpenderInnen Vergissmeinnicht: Brot für die Welt, Diakonie Flüchtlingsdienst und Diakonie Katastrophenhilfe. Foto: Schedl/Vergissmeinnicht

Evangelische Hilfsorganisationen danken Spendern von „Vergissmeinnicht“

Wien (epdÖ) –Als Dank an die die Spenderinnen und Spender pflanzten Diakonie Flüchtlingsdienst, Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt am Donnerstag, 12. April, symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen im Wiener Schlossgarten Schönbrunn. Gemeinsam mit 75 weiteren Non-Profit-Organisationen beteiligten sich die drei evangelischen Einrichtungen damit an einer Aktion der Initiative „Vergissmeinnicht“, die sich für Testamentsspenden an karitative Institutionen einsetzt.

60 Millionen Euro Testamentsspenden 2017

Laut Angaben von „Vergissmeinnicht“ betrugen die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen im vergangenen Jahr rund 60 Millionen Euro. Dies seien beinahe 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich. „Jeder 10. Spendeneuro wird also mittlerweile über Testamente gespendet!“, zeigte sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht, beeindruckt.

Zunehmendes Interesse an „gutem Testament“

Rund 14 Prozent der ÖsterreicherInnen über 40 Jahren können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. Im Jahr 2012 waren es vergleichsweise erst 8 Prozent. „Umgerechnet in absolute Zahlen sind heute über 650.000 Personen und damit um 291.000 mehr als 2012 am Testamentsspenden interessiert.“, zieht Lutschinger Bilanz. Wichtigstes Motiv hinter einer Testamentsspende sei der „gute Wille“ sowie die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen.

Nur rund ein Drittel der ÖsterreicherInnen über 60 Jahren hätten ein Testament verfasst und viel zu wenige Menschen wüssten, dass man neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation in seinem Testament bedenken könne. „Mit unserer Initiative möchten wir in neutraler Form informieren und auf diese Möglichkeit aufmerksam machen.“, so Günther Lutschinger.

„Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 78 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.

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ISSN 2222-2464