„wert(e)voll führen“-Kongress für christliche Führungskräfte

Beim Kongresses "wert(e)voll führen" im Stift Göttweig werden unter anderem Fragen wertorientierter Führung, gesellschaftlicher Verantwortung und christlicher Sozialethik erörtert. (Foto: CJansky/wikimedia)
Beim Kongresses "wert(e)voll führen" im Stift Göttweig werden unter anderem Fragen wertorientierter Führung, gesellschaftlicher Verantwortung und christlicher Sozialethik erörtert. (Foto: CJansky/wikimedia)

ExpertInnen geben Impulse zur Unternehmensführung

Stift Göttweig (epdÖ) – Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich in einer Zeit zahlreicher Umbrüche. Emotionale und finanzielle Unsicherheit fordern Unternehmer/innen und Führungskräfte mehr denn je, eine Richtung vorzugeben. Eine umsichtige Unternehmensstrategie, ein fairer und sozialer Umgang mit Mitarbeitern und Kunden sowie nachhaltiges Wirtschaften sind Merkmale von werteorientierten Unternehmen. Doch wie „wert(e)voll führen“? Mit dieser und anderen Fragen beschäftigt sich der erste Kongress christlicher Führungskräfte vom 18. bis zum 20. April in Stift Göttweig.

Der Kongress richtet sich an Führungskräfte, aktive und engagierte Unternehmer/innen, Geschäftsführer/innen und Manager/innen – die Vorbild sind oder sein wollen, so die Veranstalter. Mit seinem Programm zielt der Kongress auf Themen wie Wirtschaft und Ethik und beleuchtet, wie Unternehmen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und Umwelt tragen. Am Kongress „wert(e)voll führen“ soll im Rahmen von Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen aufgezeigt werden, wie durch eine werteorientierte Unternehmensausrichtung Verantwortung übernommen und diese im Managementalltag gelebt werden kann.

Als Hauptreferent konnte Tomáš Sedláček, Chefökonom und Autor des Bestsellers „Die Ökonomie von Gut und Böse“ gewonnen werden. Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker liefert Denkanstöße, wie man mit Werten Verantwortung übernimmt. Werner Tiki Küstenmacher gibt Impulse zum Thema „simplify für Christenmenschen“.

In acht Workshops, geleitet von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Religion, werden unter anderem Fragen wertorientierter Führung, gesellschaftlicher Verantwortung oder christlicher Sozialethik erörtert. Als Impulsgeber spricht der Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung in Salzburg, Clemens Sedmak, über das Spannungsfeld von ökonomischen Zwängen und werteorientierter Führung. Der Bäcker Helmut Gragger berichtet über sein Scheitern als eine der wichtigsten Erfahrungen, um als Führungskraft werteorientiert handeln zu können. Die evangelische Theologin Barbara Rauchwarter behandelt biblische Themen wie das Solidarrecht gegen die Schere zwischen arm und reich.

Veranstaltet wird der Kongress vom ökumenischen Verein „Kongress Christlicher Führungskräfte“. Träger sind die Evangelische Akademie Wien, Superiorenkonferenz Österreich, Katholische Aktion Österreich und Industriellenvereinigung. Informationen und Anmeldungen finden Sie unter www.wertevollfuehren.at/

ISSN 2222-2464